Trotz heftiger Kritik an Fischer: Haider gibt weiterhin keine Wahlempfehlung
- Kärnten-LH verlangt Richtigstellung von SPÖ-Kandidat
- Fischer-Aussage "aufgelegter Elfmeter für die ÖVP"
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Wird Heinz Fischer ein guter Bundespräsident?
Jörg Haider wird keine Wahlempfehlung aussprechen: Trotz der scharfen Kritik an Heinz Fischer nimmt der Kärntner Landeshauptmann weiterhin davon Abstand, einen der Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl offiziell zu unterstützen. Er bekräftigte jedoch, dass er eine Richtigstellung von Fischer verlange. "Wenn Fischer jetzt eine entsprechende Erklärung abgibt, ist wieder alles im Lot", meinte Haider gegenüber der APA. Ansonsten würde es eine massive Debatte geben, denn Fischers Aussagen seien ein "aufgelegter Elfmeter für die ÖVP".
Haider unterstrich, er könne den Vorwurf des versuchten Wahlschwindels nicht auf sich sitzen lassen: "Immerhin war ich ja damals FPÖ-Klubobmann." Er verwies darauf, dass auch bei der Bundespräsidentenwahl die Markierung von Stimmzetteln erlaubt sei: "Wenn ich auf den Zettel schreibe, Jörg Haider ist für Benita, dann ist das eine gültige Stimme."
Fischer habe sich mit seinen Aussagen in der TV-Debatte "auf sehr dünnes Eis" begeben, sagte Haider, der die Vorgangsweise des SPÖ-Präsidentschaftskandidaten als "politisch dumm" bezeichnete. Immerhin wolle Fischer ja auch von Freiheitlichen zum Bundespräsidenten gewählt werden.
Wahlempfehlung will Haider vorerst keine geben. "Die Österreicher brauchen keine Empfehlung", sagte er auf eine entsprechende Frage. Er wollte aber nicht ausschließen, dass er "in den nächsten Tagen" nicht doch noch eine öffentliche Empfehlung abgeben wolle. (apa/red)
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