Schießerei im Kosovo: Verletzter Beamter wieder in Österreich gelandet
- Österreicher "außer Lebensgefahr und ansprechbar"
- Beamter bekam bei Schusswechsel drei Kugeln ab
Der bei der Schießerei im Kosovo verletzte österreichische Justizwachebeamte Andreas Pumpa ist am Sonntag mit einer Flugambulanz nach Wien geflogen worden. Er hat die Reise gut überstanden, wollte sich zu dem Vorfall, der fünf Menschen das Leben gekostet hat, aber nicht äußern. Für den Beamten ist ein Platz im Lorenz Böhler Unfallkrankenhaus reserviert.
Der Mann sei "außer Lebensgefahr, ansprechbar und bei Bewusstsein", sagte Justizminister Böhmdorfer. Er habe drei Schüsse abbekommen, sein Oberschenkel sei gebrochen.
Der aus Stockerau stammende Österreicher wurde noch im Kosovo operiert und wegen Schlechtwetters erst am späten Sonntag Nachmittag ausgeflogen. Der Gesundheitszustand des Justizwachebeamten ist stabil, hatte auch der Leiter des Krankenhauses, Milan Ivanovic, am Samstagabend bestätigt.
Zwischen UNO-Polizisten in der Nähe des Gefängnisses von Kosovska Mitrovica war es zu einer Schießerei gekommen. Angeblich soll eine Auseinandersetzung über den Irak-Krieg Auslöser gewesen sein. Dabei sind fünf Menschen getötet worden. Es handelt sich um vier US-Polizisten und einen jordanischen Polizisten, bestätigte eine Sprecherin der UNO-Mission im Kosovo (UNMIK) am Samstagabend. Außerdem sind elf UNO-Angehörige verletzt worden. Zehn von den elf sind US-Amerikaner. Österreich ist mit 35 Beamten in der UNO-Mission im Kosovo vertreten. (apa)
