Gasunfall in China: Mindestens sieben Tote befürchtet
- Zwei Menschen werden derzeit noch vermisst
- 150.000 Menschen vorübergehend evakuiert
Ein Gasunfall in einer Chemiefabrik im Südwesten Chinas hat mindestens sieben Menschen das Leben gekostet. 150.000 mussten aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden, wie die Behörden mitteilten. Zwei Personen würden noch vermisst. Aus mindestens sieben Containern sei Chlorgas entwichen und explodiert. Im Umkreis von drei Kilometern seien alle Anrainer evakuiert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Bis Mittag kehrten die meisten jedoch in ihre Häuser zurück.
30.000 Menschen befanden sich noch in Schulen und anderen Notunterkünften. Die Feuerwehr habe eine Mischung aus Wasser und Lauge versprüht, um das Gas zu binden, berichtete Xinhua. Bei Wasserproben am nahe gelegenen Fluss Jialing sei keine Verunreinigung festgestellt worden.
Was die Explosion in der Fabrik Tianyuan in der Stadt Chongqing auslöste, war zunächst unklar. Die Anlage sei technisch veraltet, berichtete das staatliche Fernsehen. Erst im Dezember war aus einem Bohrloch nahe Chongqing eine giftige Gaswolke entwichen und hatte 243 Menschen getötet. (apa/red)
