Süd-Afghanistan: Bombenanschlag in der Nähe einer US-Militärbasis
- Augenzeugen berichten von drei Verletzten
- Hekmatyar ruft zu Heiligem Krieg gegen USA auf
·Trotz Gewalt: Bush hält an Irak-Plan fest
"Am 30. Juni wird Macht an die Iraker übergeben"
·Falluja: Waffenruhe wurde verlängert
Leichen von vier US-Bürgern gefunden
·Droht Rebellion auch in Afghanistan?
Hekmatyar ruft zu Aufstand gegen US-Besatzung auf
Bei einem Bombenanschlag in der Nähe einer US-Militärbasis in der südafghanischen Provinz Kandahar sind nach Berichten von Augenzeugen am Mittwoch ein afghanischer Polizeigeneral sowie zwei seiner Leibwächter verletzt worden. Der Sprengsatz wurde von den Tätern offenbar ferngezündet.
Der Anschlag ereignete sich vor dem Gebäude in der Provinzhauptstadt, in dem das amerikanische Wiederaufbauteam stationiert ist. Die Wiederaufbauteams in Afghanistan bestehen in der Regel aus bis zu 60 Soldaten und werden für militärische und zivile Aufgaben in Afghanistan eingesetzt.
In jüngster Zeit haben Anhänger des gestürzten Taliban-Regimes die von der Macht vertriebenen radikal-islamischen Taliban ihre Attacken auf Soldaten der Afghanistan-Friedenstruppe, aber auch Mitarbeiter ausländischer Hilfswerke verstärkt und mit neuen Überfällen gedroht. Seit August vergangenen Jahres kamen über 600 Personen bei Überfällen und Anschlägen ums Leben, für die zumeist die Taliban verantwortlich gemacht wurden.
Indes hat er ehemalige afghanische Ministerpräsident Hekmatyar zum Heiligen Krieg gegen die Amerikaner und zum Volksaufstand nach irakischem Vorbild aufgerufen.
(apa)
