Dienstag, 13. April 2004

Madrid: Mit DNA-Analysen gegen Hundehaufen - neue Verodnung ab Sommer

  • Genetische Daten sollen "Sünder" überführen
  • Gassi-Bäume und Hundeparks als Alternative

Unansehnliche Hundehaufen sollen nicht länger Madrids Straßenbild verschandeln!
Mit Hilfe von DNA-Analysen will die Stadt Madrid jenen Hundehaltern zu Leibe rücken, die weiterhin ihre Hunde überall Gassi führen. Ausgerüstet mit eigens entwickelten Geräten wird die Stadtreinigung künftig die zurückgelassenen Exkremente analysieren. Die genetischen Daten der Hunde sowie die Identität des Besitzers werden dann in einem zentralen Register gespeichert.

Außerdem sollen spezielle Hundeparks mit Scharr-, Schnupper- und Entleerungszonen eingerichtet werden, weiß die Zeitung "El Mundo". Außerhalb dieser Einrichtungen dürfen Hunde künftig ihre Haufen nur noch an speziell gekennzeichneten "Gassi-Bäumen" hinterlassen.

Im Sommer soll eine "Hundehaufenverordnung" in Kraft treten, die Geldbußen bis zu 600 Euro vorsieht. Derzeit verursachen die Hinterlassenschaften der 215.000 Madrider Hunde pro Jahr Reinigungskosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro. (red/apa)

13.4.2004 17:17