Dienstag, 13. April 2004

Rückendeckung für Sharon: Bush unterstützt israelische Pläne

  • Israel will sich aus dem Gaza-Streifen zurückziehen
  • Siedlungen im Westjordanland sollen behalten werden

Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Beth hat einen Selbstmordanschlag palästinensischer Extremisten verhindert, bei dem Verletzte mit dem Aids-Virus angesteckt werden sollten. Der Attentäter habe eine HIV-verseuchte Blutkonserve an seiner Bombe befestigen wollen, so dass sich Überlebende des Anschlags wegen ihrer Wunden möglicherweise mit dem Virus angesteckt und die Immunschwächekrankheit Aids entwickelt hätten, hieß es aus dem Geheimdienst nahe stehenden Kreisen.

Der Anschlag sei während des jüdischen Passah-Festes (Pessach) in den vergangenen Tagen in Tel Aviv geplant gewesen. Das Vorhaben habe aber mit der Festnahme eines Aktivisten der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden nahe Kalkilia im Westjordanland verhindert werden können. Die Al-Aksa-Brigaden setzen sich auf fanatischen Elementen der Fatah-Bewegung von Präsident Yasser Arafat zusammen, entziehen sich aber völlig der Kontrolle durch die Fatah-Führung.

(apa/red)

13.4.2004 08:49