Montag, 12. April 2004

Nach Erdrutsch in Machu Picchu: Alle 1.300 Urlauber konnten evakuiert werden

  • Rettung mit Hubschraubern und per Bahn
  • Mindestens ein Peruaner kam bei Erdrutsch ums Leben

Die nach Erdrutschen nahe der peruanischen Touristenattraktion Machu Picchu eingeschlossenen etwa 1.300 Urlauber sind bis Sonntagabend alle evakuiert worden. Etwa 300 Touristen seien zunächst mit Hubschraubern ausgeflogen worden und die anderen später per Bahn in die Stadt Cuzco gebracht worden, berichtete die Zeitung "El Comercio". Zuvor waren die zerstörten Gleise repariert worden.

Bei dem Unglück am frühen Samstagmorgen war auch mindestens ein Einheimischer ums Leben gekommen. Weitere zehn Bewohner zerstörter Häuser galten als vermisst und sechs Menschen wurden verletzt. Insgesamt zwei Lawinen waren nach heftigen Regenfällen bei dem Ort Aguas Calientes unterhalb von Machu Picchu niedergegangen.

Die Bahnlinie ist außer einem beschwerlichen Wanderweg die einzige Verbindung von Cuzco nach Machu Picchu. Sie endet in Aguas Calientes, von wo die täglich etwa 1.500 Besucher per Bus in die Ruinenstadt gefahren werden. Die Gleise der Bahnlinie waren auf einer Länge von 200 Metern zerstört.

(apa)

12.4.2004 07:20