Medikamentenkosten: WGKK-Kritiker spricht sich gegen Einsparungen aus
- Gleitsmann-Schreiben an die Gesundheitsministerin
- Sparmaßnahmen in der Krankenkasse gefordert
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Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, spricht sich der Vizepräsident des Verwaltungsrats der Sozialversicherungen und Wirtschaftskammer-Funktionär Martin Gleitsmann in einem Schreiben an Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat gegen Einsparungen bei den Medikamentenkosten aus. Gleitsmann hatte zuletzt als Teil der ÖVP-Fraktion zwei Mal den Kassenvertrag der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) zu Sturz gebracht und sich als vehementer Kritiker der WGKK-Führung etabliert. Gleitsmann fordert radikale Sparmaßnahmen in der Krankenkasse.
In dem Brief an Rauch-Kallat vom 15. 9. 2003 schreibt Gleitsmann in seiner Funktion als Leiter der Gesundheitsabteilung in der Wirtschaftskammer: "Darüber hinaus dürfen bei Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen bis 2006 keine weiteren Belastungen zu Lasten der Pharmawirtschaft erfolgen."
Die Wiener Ärztekammer sieht in Gleitsmanns Doppelfunktion als Lobbyist der Industrie und Führungsmitglied des Hauptverbandes eine "klare Unvereinbarkeit" und fordert als Reaktion auf das Bekanntwerden des Schreibens Gleitsmanns sofortigen Rücktritt.
Noch mehr Infos finden Sie im aktuellen "profil"!
