Samstag, 17. April 2004

"Rekord-Raser" gestoppt: Mit 270 km/h auf der Westautobahn unterwegs

  • Vier Rumänen mehr als doppelt so schnell wie erlaubt
  • Beifahrer fotografierte Tachostand mit Digitalkamera

Einen "Raser-Rekord" haben vier Rumänen am Samstag auf der Westautobahn aufgestellt. In einem BMW fegten sie mit 270 km/h - mehr als doppelt so schnell wie erlaubt - im Grenzgebiet zwischen Ober- und Niederösterreich über die A1.

Die Männer waren mit ihrem BMW von Wien Richtung Passau gefahren. Gegen 8.30 Uhr gingen mehrere Anzeigen bei der Gendarmerie ein. Die Rumänen hatten auf mehreren Streckenabschnitten immer wieder rechts überholt, gedrängelt und waren auf dem Pannenstreifen gefahren. Bei Ansfelden überholten die jungen Männer mit etwa 170 Stundenkilometern eine Zivilstreife der Autobahngendarmerie Ansfelden, die bereits von Wiener Kollegen auf die Raser aufmerksam gemacht wurde. Diese konnte den Pkw schließlich überholen und stoppen.

Im Inneren des Pkw fanden die Beamten mehrere Handys und Digitalkameras. Bei Überprüfung der Kameras trauten die Gendarmen dann ihren Augen kaum: Der Beifahrer des 23-jährigen Lenkers hatte im Bereich St. Valentin (Bez. Amstetten, Niederösterreich) den "Tachostand" festgehalten, die Tachonadel am Bild zeigte fast 270 Stundenkilometer.

Führerschein erst seit Jänner
Der Fahrzeuglenker gab gegenüber den Beamten an, das Auto von seinem Vater - einem Autohändler - bekommen zu haben. Da die Straßen in Rumänien für den "BMW" aber zu "holprig" gewesen seien, wollte er das Fahrzeug in Passau (Deutschland) aber gegen ein anderes eintauschen, sagte er zu den Gendarmen. Auf der Fahrt nach Passau wollte der junge Mann den BMW noch einmal "testen"

Ein Alko-Test beim Lenker verlief negativ. Der Raser dürfte seinen Führerschein, den er erst im Jänner gemacht hatte, aber nun für längere Zeit los sein. (apa/red)

17.4.2004 15:22