Sony Ericsson T630 im ersten Test: Frühlings-Kur für den Handy-Hit
- Bessere Bedienung, elegantes Outfit, schwache Cam
- Das neue T630 ist top und ein echter Allrounder

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Sony Ericsson bleibt seiner Linie treu: Wie schon bei der Ablösung des P800 durchs P900 ist auch jetzt beim Wechsel vom T610 auf das T630 Feintuning statt Radikalkur angesagt. Auffälligster Unterschied: Statt blässlichem STN-Display gibt's jetzt ein farbstarkes TFT-Display (65.000 Farben).
Erst auf den zweiten Blick ersichtlich: Das coole Alu-Finish des T610 musste beim T630 schnödem Plastik weichen. Fällt aber nicht weiter auf: Das T630 fühlt sich sehr angenehm an und wirkt auch sehr stabil. Geändert hat sich auch die Tastatur: Statt Einzeltasten gibt es jetzt ein zusammenhängendes Tastenfeld. Gut spürbare Erhebungen sorgen dafür, dass das Handy trotzdem einfach zu bedienen ist - fast noch bequemer als das T610.
Miniauflösung
Geblieben ist die Digicam mit CIF-Auflösung - im Zeitalter der Megapixel-Kameras viel zu wenig. Daran ändert auch nichts, dass das T630 Fotos auf Wunsch auf VGA-Größe aufblasen kann. Am Monitor sehen die Bilder ziemlich grob gepixelt aus.
Gut hingegen: Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzhandys kann man beim Sony Ericsson Bilder auch via E-Mail versenden. Und natürlich klappt auch der Gratis-Versand via Infrarot oder Bluetooth auf andere Mobiltelefone. Empfehlenswert: Fotos regelmäßig sichern und Platz für neue Bilder schaffen. Denn, großes Minus: nur 2 MB Speicher - und den teilen sich die Fotos auch noch mit Adressen, Java-Games und MMS.
Top für Business
Businesskunden sind mit dem T630 bestens bedient: null Problemo, via Bluetooth, Infrarot oder Kabelanschluss mit Laptop, Headset oder Freisprechanlage Kontakt aufzunehmen. Und auch der Abgleich mit Outlook funktioniert problemlos. Super: Visitenkarten können als vCard via Bluetooth oder Infrarot gebeamt werden.
Leider in Österreich (noch) nicht verfügbar: die neue My-Friend-Funktion - eine Mischung aus Telefonbuch und Messenger, die über einen speziellen Server zum Chat mit Freunden einlädt. Doppelt schade: Dem My-Friend-Icon musste das sehr praktische Verknüpfungssymbol weichen. Beim Vorgänger T610 kann man dort Shortcuts für häufig genutzte Funktionen anlegen.
Beim Sprachtest macht das T630 eine gute Figur. Klar und gut verständlich tönt es auf beiden Seiten der Leitung. Allerdings wirkt der Sound leicht metallisch, und das etwas überempfindliche Mikrofon überträgt auch störende Wind- und Atemgeräusche.
Ein echter Allrounder
Die Empfangseigenschaften des T630 sind gut - auch in schlecht versorgten Gebieten bleibt das Handy sicher auf Empfang. Super die Akkuleistungen: mit satten 300 Stunden Standby gehört das Handy zur Topliga. Die von Sony Ericsson angepeilten 9 h Sprechzeit sind allerdings zu optimistisch angesetzt - in der Praxis fallen die Zeiten deutlich geringer aus.
Fazit: Das T630 ist top: ein echter Allrounder. Allerdings hätte das Facelifting ruhig ein bisschen beherzter ausfallen können. Wer mit dem T610 zufrieden ist, hat keinen Druck, Knall und Fall zum neuen Handy zu wechseln.
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