WLan vs. UMTS: In Wahrheit kaum Konkurrenz zwischen den Technologien!
- WLan mit Vorteilen im Privatbereich
- Aber: UMTS flächendeckend und kostengünstiger
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WLan werde zwar im privaten Bereich künftig hohe Verbreitung finden, der aktuelle Hype im Bereich öffentlicher Netze werde sich aber bald legen, glaubt Booz Allen Hamilton. "Auch wenn es einem WLan-Betreiber gelingt, durch geschickte Positionierung von Hotspots signifikante Teile der innerstädtischen Datennutzung zu erreichen, kann WLan damit dennoch nur ein bis zwei Prozent des Gesamtumsatzes in der Mobilkommunikation adressieren", glaubt der Telekomexperte von Booz Allen Hamilton, Christian Fongern. In privaten Haushalten könne sich WLan allerdings zum dominierenden privaten drahtlosen Multimedianetz entwickeln, das PC, Stereoanlage und Fernseher zu einer Multimediaeinheit verbindet.
WLan kannibalisiert Mobilfunktechnologie UMTS kaum - Studie
Den Umsatz im Mobilfunkbereich in Österreich schätzt der Unternehmensberater für 2005 auf 2,8 Mrd. Euro, wovon 2,5 Mio. Euro auf Sprach- und 300 Mio. Euro auf Datendienste entfallen. Das mit Wlan adressierbare Marktvolumen betrage höchstens 45 Mio. Euro, prognostiziert Fongern.
Die WLan-Nutzung werde angesichts der günstigen Handy-Sprachtarife und der flächendeckenden Mobilfunkversorgung und trotz der Möglichkeit von Voice-over-IP Diensten primär auf Datendienste beschränkt bleiben, so Fongern. Die heute noch hohen UMTS-Preise würden sich künftig auf ein attraktives Niveau einpendeln, zumal die Betreiber wegen der noch wenig ausgelasteten UMTS-Netze die Preise senken würden.
Weiters biete WLan kaum signifikante Kostenvorteile gegenüber UMTS, meint Booz Allen Hamilton. Die jährlichen Gesamtkosten für einen WLAN-Hotspot würden rund 8.200 Euro betragen, bei einer UMTS-Basisstation müsse man mit jährlichen Kosten von 9.000 bis 12.000 Euro rechnen, wobei UMTS mit deutlich größeren Zellen arbeite, die zusätzlichen Verkehr transportieren könnten. (apa/red)
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