Donnerstag, 8. April 2004

OMV verkauft Anteile an venezolanischem Ölfeld an seinen Partner PTS

  • Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart
  • Auch weitere Lateinamerika-Aktivitäten vor Verkauf

Der börsenotierte österreichische Energiekonzern OMV hat den Verkauf eines zu 90 Prozent gehaltenen Ölfelds in Venezuela fixiert, teilte die OMV mit. Es handelt sich um das Cabimas Ölfeld, Käufer ist die Petroleum Technical Services Corporation (PTS), die indirekt bereits an den restlichen 10 Prozent beteiligt ist.

Das venezolanische Ölfeld war im vergangenen Jahr bei der Übernahme der Explorations- und Produktionssparte der Preussag an die OMV gegangen. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, die venezolanische staatliche Ölgesellschaft PDVSA müsse dem Deal noch zustimmen, hieß es.

Der Verkauf des Ölfelds war von Beobachtern bereits seit längerer Zeit erwartet worden. Lateinamerika zähle nicht zu den fünf Kernregionen der OMV, betonte das Unternehmen in einer Aussendung.

Die OMV ist gegenwärtig Betriebsführer für das am Ostufer des Maracaibo-Sees gelegene Cabimas-Feld und produzierte dort zuletzt 5.700 Barrel pro Tag. Dies entspricht weniger als fünf Prozent der durchschnittlichen OMV-Tagesproduktion 2003. Zu dem von der Preussag erworbenen Portfolio gehört auch ein 30-prozentiger Anteil am Boqueron Ölfeld in Ost-Venezuela, dort ist die OMV aber nicht Betriebsführer.

"Der Verkauf von Cabimas ist Teil der OMV Strategie, ihre Aktivitäten auf fünf Kernregionen, den Donau/Adria Raum, Nordafrika, die britische Nordsee, den Mittleren Osten und Australien/Neuseeland zu konzentrieren", erklärt das Unternehmen in seiner Pressemitteilung.

Neben Boqueron produzieren die OMV in Südamerika noch in Ekuador, beide Aktivitäten sollen bei passender Gelegenheit abgegeben werden, wurde am Donnerstag gegenüber der APA bekräftigt.(APA/red)

8.4.2004 10:29