Airlines in der Krise: Jetzt droht der italiensichen Alitalia die Pleite!
- Präsident warnt: "1 Monat Lebenszeit ohne Staatshilfen"
- Angst vor Konkurs der italienischen Fluggesellschaft
Der Präsident der krisengeschüttelten Alitalia, Giuseppe Bonomi, warnte Anfang April davor, dass die Fluggesellschaft nicht mehr als einen Monat Lebenszeit hat, sollte sich die Regierung in Rom nicht zur Rettung der Airline aktivieren. "Um das Unternehmen zu sanieren müssen wir einen Umstrukturierungsplan verabschieden und wir können dies nicht tun, solange die von der Regierung versprochenen Hilfsmaßnahmen nicht über die Bühne gehen."
Bonomi korrigierte nach einigen Stunden seine Aussagen und behauptete, dass sich das Alitalia-Management einen Monat Zeit gegeben habe, um den neuen Sanierungsplan über die Bühne zu bringen. Ein Rettungsplan, der im Oktober verabschiedet worden war und die Streichung von 2.700 Arbeitsplätzen vorsah, war wegen des heftigen Protests der Gewerkschaften abgelehnt wurde.
Die noch mehrheitlich im staatlichen Besitz stehende Alitalia erlebt die ärgste Krise in ihrer über 50-jährigen Geschichte. Bonomi hat nur sehr wenig Spielraum, da sich die Gewerkschaften weiterhin hartnäckig gegen Stellenkürzungen und Auslagerungen wehren. Seit Monaten fordern die Gewerkschaften mit Nachdruck die Regierung Berlusconi zur Verabschiedung von Maßnahmen zur Unterstützung der krisengeschüttelten Verkehrsbranche wie Steuerbegünstigungen für Treibstoff auf. Diese drohen jedoch gegen Einwände aus Brüssel zu stoßen.
Die Bilanzergebnisse der Alitalia für 2003: Das Jahr 2003 wurde laut Angaben aus Aufsichtsratskreisen mit Verlusten im Wert von 511 Mio. Euro abgeschlossen. Der Umsatz der Alitalia schrumpfte 2003 um neun Prozent auf 4,38 Mrd. Euro.
(apa, red)
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