UEFA-Cup: Valencia und Villareal planen schon für ein rein spanisches Semifinale
- Inter trägt die Hoffnungen ganz Italiens auf der Schulter
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Für Spanien klingt die Europacup-Woche erfreulich aus. Nach dem "Wunder von La Coruna" und dem respektablen Abschneiden von Valencia und Villareal im UEFA-Cup trübt einzig Real die tolle Bilanz der Klub von der iberischen Halbinsel. Inter (0:1 bei Marseille) trägt nun die fußballerischen Hoffnungen ganz Italiens.
Ziehen in einer Woche Valencia und Villarreal tatsächlich ins Semifinale ein, würden sie dort im direkten Duell aufeinander treffen. Und damit wäre sicher, dass am 19. Mai im Endspiel im Göteborger Ullevi-Stadion ein spanischer Vertreter mit von der Partie wäre. Dies könnte der spanische Tabellenzweite Valencia sein, der als Favorit für den ersten spanischen UEFA-Cup-Triumph seit Real Madrid 1986 gehandelt wird.
Valencia landete in Bordeaux gegen Girondins einen harterkämpften 2:1-Erfolg, den Kapitän Baraja und Rufete erst in den letzten 15 Minuten fixierten. Die Franzosen waren zwar nach 17 Minuten durch Riera, einer von zwei Spaniern in ihren Reihen, in Führung gegangen, schwächten sich durch den Ausschluss von Mavuba (26./Tätlichkeit) wenig später aber selbst. "Das Spiel hat mir nicht gefallen, aber das Ergebnis", sagte Valencia-Coach Rafael Benitez, und Rufete warnte: "Wir haben noch nichts entschieden."
Villareal via UI-Cup ins UEFA-Cup-Viertelfinale
In Glasgow rüttelte Villarreal kräftig an einem tollen Rekord. Der über den UI-Cup (u.a. gegen Schopp-Klub Brescia) qualifizierte Europacup-Debütant, der national nur an neunter Stelle zu finden ist, lag gegen Celtic durch einen Treffer von Josico von der 9. bis zur 64. Minute voran, ehe der Schwede Larsson mit seinem 34. Saisontreffer die unglaubliche Heimserie der Grünweißen von mittlerweile 77 Partien ohne Niederlage rettete. Die Schotten waren im Vorjahr erst im Finale am FC Porto gescheitert.
"Wir haben gut gespielt, wenn wir aber gewonnen hätten, wären wir so gut wie durch", fand Villarreals Betreuer Paquito Gomez, dessen Mannen schon AS Roma und Galatasaray eliminiert hatten, ein Haar in der Suppe. Celtic-Coach Martin o'Neill meinte resümierend: "Wir sind kalt erwischt worden, nach der Pause spielten wir exzellent, das Remis ist okay."
Olympique rechnet sich auf in San Siro Chancen aus
"Tragischer Held" des 1:0 von Olympique Marseille gegen Inter Mailand im Stade Velodrom, wo heuer Austria Wien in der Champions League-Qualifikation scheiterte, war Didier Drogba. Der Stürmer von der Elfenbeinküste feierte sein 29. Saisontor so ausgelassen, dass er die Gelbe Karte erhielt und für das Rückspiel gesperrt ist. Der dreifache UEFA-Cup-Sieger Inter ist nach dem Abschied von Cupholder AC Milan in der Champions League letzter italienischer Mohikaner im Europacup und nach dem 0:1 noch mehr unter Druck.
Die Südfranzosen, die auch FC Liverpool auf der Abschussliste haben, glauben an ihre Chance im San Siro. "Der Aufstieg ist keine Utopie für uns, wir benötigen auch auswärts ein Tor und dafür werden wir alles versuchen", meinte OM-Trainer Jose Anigo zuversichtlich. Sein Widerpart Alberto Zaccheroni hält am einzigen verbliebenen Strohhalm namens UEFA-Cup-Trophpäe fest. "Wir müssen in Mailand unser wahres Gesicht zeigen, heute hat man es nicht gesehen", meinte er zum 0:1. Zufrieden war schließlich Newcastle Uniteds Bobby Robson mit dem 1:1 beim Wiedersehen mit seinem Ex-Klub PSV in Eindhoven.
(apa/red)
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