Ausschreitungen nach Cup-Match Mattersburg gegen Austria
- Wiener Fans attackierten Gendarmeriebeamte
- Zwei Randalierer von Polizeihunden gebissen
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Ein trauriges Nachspiel gab es beim Cup-Viertelfinale zwischen Mattersburg und Austria. Anhänger von Austria Wien hatten bereits während des Matches zu randalieren begonnen. Nach dem Elfmeterschießen, das die Wiener gewannen, gingen die Auseinandersetzungen weiter, berichtete die Sicherheitsdirektion am Sonntag.
"Widerstand gegen die Staatsgewalt mit Festnahme, schwere Körperverletzung, schwere Sachbeschädigung, tätliche Angriffe auf Beamte, Waffengebrauch durch Diensthundeeinsatz mit Verletzungsfolgen" - so liest sich der Polizeibericht nach dem ÖFB-Cupspiel im Burgenland.
10.756 Zuschauern waren ins Mattersburger Pappelstadion gekommen, unter ihnen auch etwa 800 Austria-Fans. Während des Spieles wurden laut Exekutive im Gästesektor mehrmals pyrotechnische Gegenstände gezündet und auf das Spielfeld geworfen. Überdies kam es zu tätlichen Angriffen auf Gendarmeriebeamte mit Fahnenstangen durch ein Trenngitter.
Nachdem der Cup-Krimi entschieden worden war, überwanden rund 30 bis 40 Austria-Fans den Absperrungszaun, um das Spielfeld zu stürmen. Dies sei "durch massives Auftreten" der Gendarmeriebeamten verhindert worden. Die aggressiven Fans traten Werbetafeln um und attackierten die aufgezogenen Gendarmen. Die Beamten wurden dabei erneut mit Fahnenstangen und mit Fäusten angegriffen.
Die Randalierer attackierten dem Bericht zufolge sogar Diensthundeführer und Diensthunde massiv. Zwei Austria-Fans erlitten Bissverletzungen. Die Einsatzkräfte drängten die Meute in den Sektor zurück und verhinderten ein Vordringen in andere Bereiche. In der Folge verlagerten sich die Ausschreitungen vor das Stadion, wobei wiederholt versucht wurde, in das Cafe des SV Mattersburg einzudringen bzw. über Kassenaufgänge auf die Tribüne zu gelangen. "Unter Einbeziehung sämtlicher Einsatzkräfte konnte ein Zusammentreffen der Austria-Fans mit Mattersburg-Fans verhindert werden", so die Sicherheitsdirektion.
Die Beamten wurden mit Fahnenstangen, Faustschlägen, Fußtritten und Steinen attackiert. Erst gegen 19.00 Uhr gelang es, die randalierenden Fangruppen aus dem Gefahrenbereich zu entfernen. Ein 29-jähriger Wiener wurde festgenommen und über richterlichen Auftrag in die Justizanstalt Eisenstadt überstellt. Zwei Gendarmeriebeamte trugen leichte Verletzungen davon.
(apa/red)
