Donnerstag, 8. April 2004

Rapid schöpft Kraft aus dem späten Sieg, Sturm steckt weiter tief im Abstiegskampf

  • Hütteldorfer fixieren Sieg in der Rapid-Viertelstunde
  • Kärnten wird in Salzburg mit spätem Tor bestraft

Rapid freut sich nach dem Sieg gegen Mattersburg vor allem über die Unterstützung der Fans. "11.000 nach der Niederlage gegen den GAK, das gibt Kraft", zollt "Hicke" den Anhängern Respekt. Pasching stürtzt mit dem 3:0 ("Haben diesmal unsere Chancen genützt") Sturm weiter in den Abstiegs-Kampf. Salzburg trifft in letzter Sekunde im Keller-Derby zum 3:2. Den entscheidenden Treffer erzielt ausgerechnet ein Kärntner im Salzburger Dress.

Eine Rapid-Viertelstunde brachte im Hanappi-Stadion die Entscheidung und Andreas Ivanschitz stand dabei im Mittelpunkt. In seinem 100. Bundesligaspiel übernahm er von Steffen Hofmann, der mit einer Bauchmuskel-Verletzung ausgeschieden war, die Kapitänsschleife und war anschließend mit Assist und Torerfolg auch noch Matchwinner. "Der Sieg war sehr positiv für die Mannschaft und für mich. 11.000 Fans trotz des 0:4 gegen den GAK gibt es nur bei Rapid. Das gibt uns die nötige Kraft, um wieder zu gewinnen." Mattersburg-Coach Werner Gregoritsch bleibt zuversichtlich: "Wir denken nicht an den Abstieg. Wir müssen schauen, dass wir gegen unsere direkten Gegner Punkte machen."

Pasching nützt Chancen, Sturm weiter in Abstiegs-Wirren
In Pasching bekam Frankreichs Ex-Europameister Alain Giresse, der Sturm-Regisseur David Mujiri für das georgische Nationalteam unter die Lupe genommen hatte, einen klaren 3:0-Sieg der Hausherren zu sehen. "Im Unterschied zu den vergangenen Runden haben wir diesmal unsere Chancen genützt", begründete Georg Zellhofer das Ende der Remis-Serie der Oberösterreicher. Sturm muss hingegen weiter zittern, Thomas Mandl formulierte es klar: "Wer jetzt noch nicht merkt, worum es geht, ist fehl am Platz."

Ein Kärntner schießt den FC Kärnten k.o.
Im Duell der direkten Gegner entschied ausgerechnet ein Kärntner für Salzburg und gegen Kärnten: Jürgen Pichorner traf in der 93. Minute zum 3:2-Erfolg der Gastgeber. Dabei hatte zuvor Paul Scharner nach Brutalo-Tritt gegen seinen ÖFB-Teamkollegen Mario Hieblinger Gelb-Rot gesehen. "Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir waren die bessere Mannschaft und haben mehr als unglücklich verloren. Aber wenn man nicht aufpasst bis zum Schluss, dann wird man bestraft", war Peter Pacult niedergeschlagen. Ein erleichterter Peter Assion gestand, "dass Kärnten optisch besser war und schöner kombiniert hat. Aber zu Chancen ist der Gegner nur aus Standardsituationen gekommen. Alles in allem ist unser Sieg verdient."
(apa/red)

8.4.2004 14:57