Segel: Österreichs Parade-Tornado will bei
WM vor Palma de Mallorca eine Medaille
- Hagara/Steinacher mit verbesserter Taktik am Start
- Gesamte Weltklasse segelt von 13.-18.4 um Medaillen

Bei der Tornado-WM vor Palma de Mallorca geht die Elite erstmals in der Olympia-Saison geschlossen mit dem Top-Material an den Start. Österreichs Olympiasieger Roman Hagara und Hans Peter Steinacher visieren die Medaillenränge an. Andreas Hagara unterstützt das heimische Parade-Duo, das heuer schon Sieg bei den North-American Championships, Platz zwei bei der Miami Regatta und Rang vier bei der EM vor Las Palmas zu Buche stehen hat, mit Rat und Tat.
Hagara/Steinacher, die die Princess-Sofia-Trophy vor Mallorca diese Woche zu Trainingszwecken nützten und nur einige Wettfahrten bestritten, arbeiten intensiv an der Materialabstimmung. "Das Revier ist anders als das EM-Revier vor Las Palmas mit seinen hohen Wellen. Wir müssen unser Material auf flacheres Wasser anpassen", berichtete Roman Hagara aus dem elf Grad kühlen Mallorca. Das Revier vor Las Palmas bot mit der rauem See und mit bis zu vier Meter hohen Dünungswellen auch ein komplett anderes Bild als es in den olympischen Gewässern vor Athen zu erwarten ist.
Tuch-Poker
Eine Ende 2003 getroffenen ISAF-Entscheidung, wonach die Tornados in Athen mit weißem Gennaker antreten müssen, auf dem die jeweilige Landesflagge aufgedruckt wird, ist nun doch nicht definitiv. Die Österreicher hatten zuvor bereits ein Gennaker mit blauem Tuch entwickelt und etwa 150 Quadratmeter davon zu Hause gelagert. "Wir haben noch immer nicht das richtige Tuch für Olympia. Nun darf ein Tuch in der Landesfarbe verwendet werden, aber oberhalb muss es weiß sein. Für uns hieße das rot oder weiß, aber die Qualität ist da nicht so gut. Blau können Länder verwenden, die diese Farbe in der Flagge als Grundfarbe haben, wie Australien oder Neuseeland. Aber fix ist noch nichts und langsam wird die Zeit knapp", erklärte Steuermann Hagara.
Verbesserte Taktik
Nach wie vor als Berater zur Seite steht Roman sein Bruder Andreas, der 2000 die interne Ausscheidung um den Olympia-Startplatz gegen den kleinen Bruder verloren und mittlerweile seine Karriere als aktiver Segler in den olympischen Bootsklassen beendet hat. "Er ist am Donnerstag für die WM angereist. Da zu erwarten ist, dass alle ihr Topmaterial fahren und mit Neuigkeiten herauskommen, kann er uns natürlich helfen", so Roman Hagara.
Von der WM erwartet er sich eine Platzierung in den Medaillenrängen, im Vorjahr vor Cadiz schaute Rangs sechs heraus. "Wir legen unser Hauptaugenmerk auf die Taktik, wir wollen taktisch noch besser segeln als bei der EM." Als zweites rot-weiß-rotes Team sind Thomas Zajac/Thomas Czajka am Start. Die ersten zwei Wettfahrten finden am Dienstag statt, bis Sonntag stehen insgesamt zehn auf dem Programm, zumindest sechs sind für die Ermittlung eines Weltmeisters notwendig.
(apa/red)
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