Donnerstag, 8. April 2004

Leichtathletik: Karin Mayr-Krifka winkt nachträglich Hallen-WM-Bronze!

  • Doping-A-Probe bei Siegerin Kapatschinskaja positiv
  • Vorwürfe gegen Kapatschinskaja angeblich verfrüht

Karin Mayr-Krifka winkt nachträglich die Bronzemedaille im 200-m-Sprint der Hallen-Leichtathletik-WM Anfang März in Budapest. Bei der russischen Siegerin Anastasija Kapatschinskaja war die A-Probe des nach dem WM-Finale vorgenommenen Dopingtests positiv. Bringt auch die B-Probe das gleiche Resultat, rückt die ursprünglich viertplatzierte Mayr-Krifka auf den dritten Rang vor.

Ein führendes Mitglied des russischen Olympia-Komitees hat am Freitag die Veröffentlichung einer positiven Dopingprobe von Leichtathletik-200-m-Hallenweltmeisterin Anastasija Kapatschinskaja bestritten. "Die Leute, die das berichtet haben, gehören aufgehängt. Das war verfrüht", erklärte Gennadi Schwets, der Vizepräsident des Komitees, dass das Prozedere noch nicht abgeschlossen sei. "Per Gesetz ist es streng verboten, nur aus Verdacht so etwas zu veröffentlichen. Sie wurde getestet, aber es wurde noch nichts veröffentlicht", fügte Schwets hinzu.

Sollte die Medaille Mayr-Krifka zugesprochen werden, wäre die 32-jährige ÖLV-Sprinterin damit die dritte österreichische Gewinnerin einer Hallen-WM-Medaille nach den Silbernen von Klaus Bodenmüller (1991) und Stephanie Graf (2001, 2003).

Pawel Woronkow, der Manager von Kapatschinskaja, hat der APA das Vorliegen der positiven A-Probe bestätigt. Man müsse nun die Öffnung der B-Probe abwarten, erklärte Woronkow. Nach seinen Worten sei die Athletin überrascht gewesen und könne sich den positiven Test nicht erklären. (apa)

8.4.2004 18:47