Dienstag, 6. April 2004

FIFA im Goldrausch: Im Jahr 2003 einen Gewinn von 90,1 Mio. Euro erwirtschaftet

  • Bis Ende 2006 Überschuss von 118 Mio. € erwartet
  • Chef Blatter: "Diese Zahlen strafen alle Kritiker Lügen"

Der Weltfußballverband FIFA ist besser als erwartet in den neuen WM-Zyklus 2003 bis 2006 gestartet. Im abgelaufenen Jahr wurde ein Reingewinn von 141 Millionen Schweizer Franken (90,1 Mio. Euro) erwirtschaftet. Das Eigenkapital mit Jahresende 2003 belief sich auf 94 Mio. Franken (60,0 Mio. Euro). Dies wurde am Dienstag in Zürich bekannt gegeben.

Auf Grund des erfolgreichen ersten Jahres prognostizierte FIFA-Generalsekretär Urs Linsi für die gesamte Vierjahresperiode bis zum Ende des WM-Jahres 2006 einen Überschuss von insgesamt 186 Mio. Franken (118,8 Mio. Euro). Vor einem Jahr war die FIFA noch von einem Gesamt-Reingewinn von 170 Mio. Franken (108,6 Mio. Euro) ausgegangen. Die Eigenmittel der FIFA sollten bis Ende 2006 auf einen Betrag zwischen 350 (224 Mio. Euro) und 450 Mio. Franken (287 Mio. Euro) anwachsen. Der vergangene Vierjahres-Zyklus von 1999 bis 2002 war mit einem Gesamtgewinn von 115 Mio. Franken (73,4 Mio. Euro) abgeschlossen worden.

Grund genug für FIFA-Präsident Joseph Blatter, stolz zu frohlocken: "Diese Zahlen strafen alle Kritiker Lügen, die der FIFA eine ungleich gravierendere Situation vorhergesagt haben. Für mich persönlich war dies der letzte und wichtigste Beweis dafür, dass die FIFA in den letzten vier Jahren wirtschaftlich sehr erfolgreich agiert hat".

Die positive Entwicklung ermöglicht es der FIFA, 50 Prozent der Baukosten von insgesamt 184 Mio. Franken (117,5 Mio. Euro) für das neue FIFA-Haus, das bis 2007 errichtet werden soll, selbst zu tragen. Das Grundstück in unmittelbarer Nähe des Zürcher Zoos wurde im August 2003 erworben.

(apa/red)

6.4.2004 16:59