Neue Gewalt in Ruanda: 16 Todesopfer bei Angriffen auf Tutsi-Dörfer
- Hutu-Milizen drangen vom Kongo aus in Ruanda ein
Bei Kämpfen zwischen der ruandesischen Armee und Hutu-Milizen aus dem Kongo sind nach Armeeangaben 16 Milizionäre ums Leben gekommen. Etwa 250 Hutu-Milizen seien vom Kongo aus in den Westen Ruandas eingedrungen und hätten Dörfer angegriffen, in denen mehrheitlich Tutsi wohnten, berichtete der britische Sender BBC am Sonntag unter Berufung auf einen Sprecher der Armee.
Der Angriff fällt mitten in die Woche des Gedenkens des Völkermords von 1994. Extremistische Hutus hatten innerhalb von 100 Tagen etwa 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutus ermordet. Zahlreiche Hutus flüchteten vor der Rebellenarmee RPDF in den Kongo. Dabei kamen weitere 200.000 Menschen ums Leben.
(apa)
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