Samstag, 10. April 2004

Tragischer Unfall: Israelische Soldaten erschießen elfjähriges Mädchen

  • In Küche stehend von Kugel im Kopf getroffen
  • Hamas sammelte in Gaza Geld für Kampf gegen Israel

Eine verirrte israelische Kugel hat am Samstag in der Stadt Khan Yunis im Gazastreifen ein elfjähriges palästinensisches Mädchen tödlich getroffen. Nach Angaben der israelischen Armee hatten militante Palästinenser aus dem Gebiet eine Rakete abgefeuert, Soldaten hätten daraufhin das Feuer eröffnet. Das Mädchen half gerade seiner Mutter in der Küche, als es von der Kugel im Kopf getroffen wurde.

Die militante Organisation Hamas sammelte bis Freitagabend in der Stadt Gaza Geld für den Kampf gegen Israel. Tausende Palästinenser warteten in langen schlagen, um zu spenden. Wie es hieß, wurden meist kleinere Summen abgegeben, aber auch Schmuck und einige Handgranaten. Die Hamas versuchte offenbar mit der Aktion ihre Position im Gazastreifen vor dem erwarteten Abzug der israelischen Truppen zu stärken. Im Februar hatten israelische Truppen mehrere Banken im Westjordanland gestürmt und dort fast sieben Millionen Dollar (5,79 Millionen Euro) beschlagnahmt, die für militante Gruppen bestimmt gewesen sein sollen. (apa)

10.4.2004 18:36