Grusel für Chinesen: "Körperwelten"- Ausstellung in Peking eröffnet
- 17 Leichen und 160 Leichen plastiniert
- "Keine kommerziellen Ziele"

Jetzt haben die "Körperwelten" auch China erreicht. Eine Kopie der umstrittenen Ausstellung hat in Peking ihre Pforten geöffnet. Die Show wurde von einem früheren engen Mitarbeiter des deutschen "Körperwelten"-Managers Gunther von Hagens auf die Beine gestellt. Die chinesische Ausstellung plastinierter Leichen trägt sogar den selben Titel wie die deutsche Show. Der Ausstellungsmacher und frühere Von-Hagens-Mitarbeiter Sui Hongjin erklärte, sämtliche 17 ausgestellten Leichen und 160 Leichenteile seien von ihm und seinen Mitarbeitern plastiniert worden.
"Im Gegensatz zu ähnlichen Ausstellungen im Ausland hat die Show keine kommerziellen Ziele, sondern soll dem Publikum eine Möglichkeit zum Verständnis des Körpers und seiner Funktionen geben", sagte Sui laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Die Körper seien im Medizinischen Institut von Dalian für medizinische Studien genutzt worden. Alle Betroffenen seien eines natürlichen Todes gestorben.
Von Hagens musste sich zuletzt gegen Vorwürfe zur Wehr setzen, er habe für seine Präparate Körper von in China Hingerichteten verwendet. Er bestritt dies. Von Hagens' umstrittene Ausstellung soll wegen anhaltender Kritik künftig nicht mehr in Deutschland gezeigt werden. Derzeit sind die "Körperwelten" noch bis zum 13. Juni in Frankfurt am Main zu sehen, danach soll die Ausstellung dauerhaft in den USA gezeigt werden.
(apa/red)
