Donnerstag, 8. April 2004

Präsidentschaftswahl in Algerien: Amtsinhaber Bouteflika wiedergewählt

  • Präsident erreicht im ersten Wahlgang 83,49 Prozent
  • Ausschreitungen in der östlichen Unruheregion Kabylei

Der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika ist mit großer Mehrheit wiedergewählt worden. Das teilte das Innenministerium am Freitag in Algier mit. Nach den offiziellen Angaben erhielt Bouteflika bereits im ersten Wahlgang der Präsidentenwahl 83,49 Prozent der Stimmen.

Sein schärfster Gegner Ali Benflis blieb damit weit hinter ihm. Bouteflika ist der erste Präsident Algeriens, der ein zweites Mandat erhält.

Drei der Gegenkandidaten zeigten sich Donnerstag Abend in Algier noch fest davon überzeugt, dass eine Stichwahl am 22. April notwendig sein werde, weil keiner der insgesamt sechs Bewerber die absolute Mehrheit erzielt haben dürfte.

Am Wahltag kam es in der großteils von Berbern bewohnten Kabylei zu Ausschreitungen. Jugendliche lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei. Es gab mehrere Verletzte vor allem in der Stadt Akbou, etwa 150 Kilometer östlich von Algier. Auch aus vielen Ortschaften nahe Tizi Ouzou und Bouira wurden Ausschreitungen gemeldet. (apa/red)

8.4.2004 08:02