Polit-Drama in Litauen: Gefeuerter Präsident ins Krankenhaus eingeliefert!
- Überarbeitung und erhöhter Blutdruck als Ursachen
- Interimspräsident schließt Kandidatur nicht aus
Der kurz zuvor vom Parlament in Vilnius abgesetzte litauische Staatspräsident Rolandas Paksas soll nach Presseinformationen in ein Krankenhaus eingeliefert worden sein. Nach Angaben der Nachrichtenagentur BNS zitierte die Zeitung "Respublika" Gesundheitsminister Juozas Olekas, der von "Überarbeitung und erhöhtem Blutdruck" von Paksas gesprochen habe. Nach neuesten steht der Ex-Präsident jedoch schon wieder kurz vor der Entlassung aus dem Krankenhaus.
Kurz nachdem ihn das Parlament am Dienstag des Amtes enthoben hatte, wurde er nämlich in die kardiologische Intensivstation der Universitätsklinik in Vilnius eingeliefert. Gesundheitsminister Juozas Olekas sagte dem "Baltic News Service", dass Paksas bald wieder das Spital verlassen wird. Der ehemalige Staatschef "leidet an erhöhtem Blutdruck, daher brauchte er zusätzliche Behandlung". Mediziner hätten beschlossen, dass Paksas weiterhin ambulant behandelt werden solle.
Parlamentspräsident Arturas Paulauskas, der verfassungsgemäß interimistisch die Funktionen des Staatsoberhauptes ausübt, hat unterdessen eine Präsidentschaftskandidatur nicht ausgeschlossen. Seine Entscheidung werde unter anderem davon abhängen, ob Paksas bei der Wahl kandidiere, sagte Paulauskas im Rundfunk. (apa/red)

