Weltgesundheitstag der WHO unter dem Motto: "Sicher fahren - gesund ankommen"
- Verkehrs-Sicherheit liegt der WHO besonders am Herz
- InÖsterreich besonders Kinder-Opferbilanz steigend
Der Weltgesundheitstag der WHO steht heuer ganz im Zeichen des Verkehrs: "Sicher fahren - gesund ankommen". Schon jetzt sterben laut WHO täglich 350 Menschen auf Europas Straßen. Und ohne Gegenmaßnahmen werde die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 um mehr als 60 Prozent zunehmen.
Damit wären Verkehrsunfälle die Nummer drei in der Liste der größten weltweiten Gesundheitsbedrohungen hinter Herzleiden und Depressionskrankheiten. 1990 noch lagen die Verkehrsunfälle an neunter Stelle. Daher fordert die WHO strengere Tempolimits. "Todesfälle im Straßenverkehr dürfen nicht länger als unvermeidlich betrachtet werden. Sie können verhindert werden", appelliert Marc Dazon, WHO-Generaldirektor für Europa.
Laut Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum 7. April wurden im Jahr 2002 rund 1,18 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen getötet und 20 bis 50 Millionen verletzt. Rund fünf Millionen blieben danach für immer behindert. 180.000 Kinder unter 15 Jahren wurden 2002 im Straßenverkehr weltweit getötet, stellte die WHO fest.
Auch in Österreich ist die Kinder-Opferbilanz unerfreulich und steigend. Laut einer Untersuchung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) wurden in den vergangenen zehn Jahren 394 Kinder auf Österreichs Straßen getötet und 41.865 verletzt. Dabei ist die Zahl der Verkehrstoten allgemein rückläufig. (apa/red)
