Umfrage-Tief für Bush: Zustimmung zu Irak-Politik auf niedrigstem Wert
- Nur 32 % mit Strategie des US-Präsident einverstanden
- US-Senator Kennedy: Irak-Krieg ist "Bushs Vietnam"

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In den USA wachsen die Zweifel an der Irak- Politik von Präsident Bush. Einer aktuellen Umfrage des Pew Research Centers zufolge unterstützten nur noch 40 Prozent der US-Bürger seine Irak-Politik. Das ist der niedrigste Wert, seitdem Meinungsforscher diese Frage im Oktober 2002 erstmals untersuchten. Heftige Kritik an Bush übte unterdessen US-Senator Edward Kennedy.
In einer Rede an der Brookings Institution sagte der Bruder des 1963 ermordeten Präsidenten John F. Kennedy, der Irak sei zu "Bushs Vietnam" geworden. Kennedy warf Bush vor, die Öffentlichkeit getäuscht und damit dem Ansehen der USA zu Hause und im Ausland geschadet zu haben. "Als Ergebnis hat dieser Präsident jetzt das größte Glaubwürdigkeitsproblem seit Richard Nixon", sagte Kennedy, der im US-Präsidentschaftswahlkampf Bushs demokratischen Herausforderer Kerry unterstützt.
Aus der Umfrage des Pew Research Centers lässt sich ein wahrer Unterstützungsschwund für Bush ableiten. Noch Mitte Jänner dieses Jahres lag die Zustimmung zu seiner Irak-Politik bei 59 Prozent. Nur noch 32 Prozent der Befragten sind mittlerweile der Meinung, dass Bush eine klare Strategie in seiner Irak-Politik verfolge. 57 Prozent sprachen dem Präsidenten diese dagegen ab. 50 Prozent sprachen sich für einen Verbleib der US-Truppen im Irak aus, im Jänner waren es noch 63 Prozent gewesen.
Auch in anderen Bereichen zeigte die Umfrage keinen besseren Werte für Bush. Mit 43 Prozent lag die Zustimmung für die Arbeit Bushs insgesamt auf dem tiefsten Stand, den das Institut jemals gemessen hat. Die Wirtschaftspolitik des Präsidenten unterstützten 39 Prozent, die Energiepolitik nur 29 Prozent der Befragten. (apa)
