Samstag, 10. April 2004

"Zusätzliche Unterstützung": Fischer kritisiert Asylpolitik der Regierung!

  • "Herz und soziale Gesinnung notwendig"
  • Fischer lehnt in Interview Abfangjäger-Kauf ab

Kritik an der Asylpolitik der Regierung hat der Zweite Nationalratspräsident und Bundespräsidentschaftskandidat Heinz Fischer geübt. "Die Regierungsstellen wären gut beraten, noch zusätzliche Unterstützung in den Dienst der Sache zu stellen, die zugegebenermaßen schwierig ist", sagte Fischer. Es seien "Herz und eine soziale Gesinnung notwendig und ein Augenmaß für das Mögliche und Sinnvolle".

Kritisch äußerte sich Fischer auch zum Abfangjänger-Kauf. Auf die Frage, ob er generell eine Luftraum-Überwachung für notwendig halte, sagte der Präsidentschaftskandidat, dass dies "wünschenswert wäre, wenn wir genügend Geld hätten". In der derzeitigen finanziellen Lage, "wo die militärische Bedrohung abnimmt, wo das Argument, man braucht Flugzeuge zur Terrorbekämpfung, absurd ist und auf der anderen Seite der Geldmangel im sozialen Bereich und im Gesundheitsbereich besonders eklatant ist, da muss man den Mut haben, die Prioritäten anders zu setzen. Da kann man sich Kampfflugzeuge dieser Art und Kosten nicht leisten", sagte Fischer in dem Interview. (apa)

10.4.2004 19:56