Caritas-Appell an Innenminister Strasser: Substanzielle Asyl-Gespräche & Lösungen
- Caritas-Direktor fordert: "Vom Reden zum Tun kommen"
- Auch Aufforderung an Bundesländer mitzuarbeiten
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'Staat drängt Asylwerber in die Obdachlosigkeit'
Der Wiener Caritas-Direktor Michael Landau hofft, dass die nach Ostern geplanten Verhandlungen mit dem Innenministerium über die Unterbringung von Asylwerbern zu klaren Resultaten führen. Er erwarte "substanzielle Gespräche mit handfesten Ergebnissen", meinte er am Samstag. Von Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) forderte Landau, "vom Reden zum Tun" zu kommen.
Wehleidig sein wird der Caritas-Direktor nach den Attacken des Innenministers gegen ihn und seine Person nicht: "Wir sind auch nicht nachtragend, der Minister steht unter hohem Druck." Daher werde man auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, so Landau im ORF-"Mittagsjournal" angesichts von Aussagen Strassers, wonach die Wiener Caritas "brutal" vorgehe und eine "politische Kampagne" betreibe.
Dass von der Caritas in der Vorwoche Flüchtlinge nicht mehr aufgenommen sondern ins Innenministerium geschickt wurden, verteidigte Landau: "Es gibt in Wien keinen freien Platz mehr". Es brauche jetzt auch strukturelle Lösungen, nicht bloß Unterbringungen für wenige Nächte.
Dafür ist nach Ansicht des Caritas-Direktors nicht Strasser allein verantwortlich: "Es geht auch darum, dass die Bundesländer den Innenminister nicht allein im Regen stehen lassen". Derzeit jedenfalls werde die Verantwortung seitens der Regierung verleugnet und versucht, diese auf Kirchen und Hilfsorganisationen abzuschieben. (apa)
