Freitag, 9. April 2004

Schüssel-Interview: 'Ich bin kein kalter Kanzler, sondern einer mit viel heißem Herz'

  • VP-Chef wehrt sich im Interview gg. parteiinterne Kritik
  • Kanzler-Ansage: "Meine Regierung handelt sensibel"

Bundeskanzler ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel im großen NEWS-Interview über Pensionsharmonisierung, Wahlschlappen und die steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic. Lesen Sie bei uns die besten Passagen des Interviews.

NEWS: Herr Bundeskanzler, man könnte diagnostizieren, dass der ÖVP die Länder-Basis zusammenbricht. Sie aber bleiben cool, reden lieber davon, dass von der "Abfertigung neu" mehr als eine Million Österreicher profitieren ...

Schüssel: Über eine Million Österreicher sind schon in diesem neuen System der Mitarbeiter-Vorsorge drinnen, davon 850.000, die nach dem alten System überhaupt keinen Abfertigungsanspruch gehabt hätten. Das ist die politische und wirtschaftliche Antwort auf die berechtigten Sorgen der Österreicher, etwa was die soziale Sicherheit im Alter betrifft.

NEWS:Trotzdem verliert die ÖVP bei den AK-Wahlen dramatisch, wird hart abgestraft.

Schüssel: In Vorarlberg, in Tirol und Oberösterreich schlugen wir uns bestens, aber es stimmt, in anderen Ländern gab es Einbrüche. Das ist ernst zu nehmen. Den Sorgen und der Verunsicherung der Bevölkerung begegnet man am besten mit konkreten, handfesten Antworten. Die Mitarbeitervorsorge ist eine solche auf die bange Frage: Habe ich als junger Mitarbeiter ebenso eine Chance, eine gute Altersvorsorge zu haben, wie sie gestern und heute selbstverständlich war und ist? Und meine Antwort lautet: ja!

NEWS:Es geht aber nicht nur allein um Abfertigungssorgen ...

Schüssel:Richtig, ebensolche Antworten muss man bei der Steuerpolitik finden - sie liegt im Parlament, eine Steuersenkung um 3 Milliarden Euro, die auch standortpolitisch Arbeitsplätze extrem begünstigt. Statt Abwanderungsgelüsten kommen zahlreiche Unternehmeranfragen aus ganz Europa zwecks Betriebsansiedelungen. Das ist meine handfeste Anwort auf Arbeitsplatzsorgen.

Das ganze Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift NEWS!

9.4.2004 09:24