Freitag, 9. April 2004

FPÖ-Hoffnung Heinz-Christian Strache: Mit rechter Politik zurück auf die Siegerstrasse

  • Säuberung der Partei, rechte Funktionäre bevorzugt
  • H.-C. Strache über Ausländer, die Wiener SPÖ und KHG

Der neue erst 34-jährige Obmann der Wiener FPÖ, Heinz-Christian Strache, räumt auf in seiner Partei! Als Nachfolger des glücklosen Hilmar Kabas betreibt er einen "ganz neuen Stil in der Politik". Da war es nur konsequent, nach Auffliegen eines Skandals rund um illegal untergebrachte Ausländer im Haus eines Parteifreundes, diesen sofort aus seinem Amt als Bezirksvorsteher zu entlassen und ihn aus der Partei auszuschließen.

Und so konsequent, wie er gegen schwarze Schafe in blauen Reihen vorgehe, werde er künftig auch die verfehlte Politik der "mit absoluter Mehrheit regierenden Wiener SPÖ" aufzeigen, kündigt Strache in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift NEWS an.

Am 6. März wurde der 34-jährige Zahntechniker H.-C. Strache vom Landesparteitag mit 84,6 Prozent als Nachfolger des glücklos-müden Hilmar Kabas zum neuen Parteichef der Wiener FPÖ gewählt. Der mit einer Tochter der Rindfleisch-Dynastie Plachutta verheiratete Strache blies sofort frischen Wind in die Riege der Kameraden. Störenfriede und Abweichler wurden kaltgestellt, gewohnheitsmäßige Systemopportunisten beinhart eliminiert. Stramm rechte Kameraden der Wiener FP - darunter der Jurist Martin Graf und der Militär Wolfgang Jung - inszenierten noch während des Parteitages die Abwahl von Exminister Herbert Scheibner aus allen Wiener Spitzenparteiämtern.

Und die ideologisch schon reichlich dröge gewordene Crew durfte sich sogleich auch an Straches deklarierten Zielen berauschen: dem Zuwanderer-, dem Sicherheits- und dem Bildungsproblem. Strache ist mit seinesgleichen einer Meinung, dass "die Rechte, die man Nichtstaatsbürgern eingeräumt hat", wieder auf das erträgliche Maß zurückgestutzt werden müssen.

Heinz-Christian Strache über Privatmiliz, Ausländer, "Umvolkung" und KHG im aktuellen NEWS!

9.4.2004 08:48