Donnerstag, 8. April 2004

Obmann der WGKK fordert Anteil der Mineralölsteuer für Gesundheitssystem

  • Höchstbeitragsgrundlage muss erhöht werden
  • Bittner erwartet Zustimmung zum Kassenvertrag

Der Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse, Franz Bittner, fordert mehr Geld für die in Finanznöten geratenen Kassen. Nach Bittners Vorstellungen soll ein Teil der Mineralölsteuer zweckgebunden ins Gesundheitssystem fließen. Außerdem verlangt er erneut eine Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage.

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" spricht sich Franz Bittner als Obmann Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) nachdrücklich für eine Verbreiterung der Beitragsgrundlage aus, um die Finanznöte der Krankenkassen zu lindern. "Industriebetriebe, die sich von der Verantwortung für den Sozialstaat zurückziehen, sollten eine Wertschöpfungsabgabe leisten", fordert Bittner. Außerdem sollte bei den Sozialversicherungsbeiträgen die Höchstbeitragsgrundlage angehoben werden, so der WGKK-Obmann.

Weiters sollte nach den Vorstellungen Bittners nicht bloß die Tabaksteuer zweckgebunden zur Finanzierung des Gesundheitswesens gewidmet sein, sondern auch ein Anteil der Mineralölsteuer sollte zweckgebunden ins Gesundheitssystem fließen. "Es gibt eben sehr viele Verletzungen aus Verkehrsunfällen", argumentiert Bittner seine Forderung im "profil"-Interview.

An einen vertragsloser Zustand zwischen Kasse und Ärzteschaft in Wien glaubt der WGKK-Obmann nicht: Am 14. April dürfte der vergangene Woche im Verwaltungsrat des Hauptverbands abgelehnte Vertrag zwischen WGKK und Wiener Ärztekammer im zweiten Anlauf genehmigt werden, ist Bittner überzeugt: "Nur ein paar Wirtschaftsvertreter werden dagegen sein, damit sie das Gesicht wahren."

Die ganze Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift profil!

8.4.2004 08:28