Mittwoch, 7. April 2004

Verkehrs-Bilanz: 13 Todesopfer am Osterwochenende

  • Jugendliche für die meisten Unfälle verantwortlich
  • Fünf Tote alleine am Karsamstag

Das Osterfest war einmal mehr überschattet von einem enormen Blutzoll auf Österreichs Straßen. 13 Menschen kamen am Osterwochenende bei Verkehrsunfällen ums Leben, zehn davon bei Unfällen, die von jungen Leuten im Alter von 18 bis 26 Jahren verursacht wurden. Der Aufsehen erregendste Crash ereignete sich in der Steiermark, wo ein 19-Jähriger in eine Kapelle raste und zwei Musiker tötete.

Vergangenes Jahr waren laut der Statistik des Innenministeriums von Karfreitag bis Ostermontag 15 Opfer zu beklagen gewesen. Trotz aller Appelle der Innenminister fordert das Osterwochenende jedes Jahr zahlreiche Verkehrstote. 1992 und 1995 wurde mit jeweils acht Opfern das positivste Ergebnis erzielt, 1976 musste mit 39 die blutigste Bilanz gezogen werden. 2000 starben 17 Personen, 2001 wurden 14 Personen getötet und im Jahr 2002 zwölf.

Nach Tagen aufgeschlüsselt ergab sich laut der Statistik 2004 folgendes Bild: Am Karfreitag starben zwei Personen, fünf Tote forderte der Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag verzeichneten jeweils drei Opfer. Bei den tödlichen Verkehrsunfällen des Osterwochenendes 2004 verloren neun Pkw-Insassen (davon sechs Lenker), ein Motorrad-Lenker und drei Fußgänger ihr Leben.

Als vermutliche Haupt-Unfallursache rangierte 2004 nicht angepasste Geschwindigkeit mit drei Fällen auf Platz eins. Es folgten Vorrang-Verletzung, Überholen, Unachtsamkeit, Übermüdung und Fehlverhalten eines Fußgängers. Nach vorläufigen Angaben waren zwei Unglückslenker alkoholisiert. (APA/Red.)

(apa)

7.4.2004 16:07