Dienstag, 30. März 2004

Österreich: mehr als 4 Mio. PKW rollten vergangenes Jahr durch Österreich

  • Deutlich mehr Autos im Burgenland, in Tirol und NÖ
  • Für die Klimabilanz ist der Kfz-Zuwachs katastrophal

Mehr als vier Millionen Pkw waren laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) im Jahr 2003 auf Österreichs Straßen unterwegs. Das bedeutet gegenüber dem Jahr 1990 eine Zunahme um rund 1,1 Millionen. An der Spitze der Zuwachsraten liegen das Burgenland, Tirol und Niederösterreich, berichtete der VCÖ Anfang April.

Im Burgenland gab es 2003 um 46,2 Prozent mehr Autos als 1990, an zweiter Stelle lag Tirol mit plus 41,8 Prozent vor Niederösterreich mit plus 40,8 Prozent. Den geringsten Zuwachs verzeichnete Wien mit 19,3 Prozent plus gegenüber 1990, gefolgt von Vorarlberg mit plus 34,2 Prozent und Salzburg mit einem Plus von 34,6 Prozent. "Aneinandergereiht ergibt Österreichs Autoflotte eine rund 18.500 Kilometer lange Autoschlange", sagte Wolfgang Rauh vom VCÖ- Forschungsinstitut. Damit könnte Österreich rund sieben Mal umrundet werden.

Laut VCÖ zeigt sich, dass jene Bundesländer, die ihrer Bevölkerung einen überdurchschnittlich guten Öffentlichen Verkehr anbieten, das Autowachstum etwas einbremsen konnten. Je besser und dichter das Bus- und Bahnangebot sei, umso weniger sind die Menschen auf ein eigenes Auto angewiesen, betonte Rauh. Der VCÖ fordert daher mehr Investitionen in die Verbesserung und den Ausbau der Bus- und Bahnangebote. Zudem soll nach dem Vorbild Vorarlbergs das Mobilitätsmanagement von Betrieben stärker gefördert werden.

Für Österreichs Klimabilanz sei das enorme Kfz-Wachstum katastrophal, so der Verkehrsclub. "Seit dem Jahr 1990 sind die CO2- Emissionen des Verkehrs um 62 Prozent gestiegen. Der Klimaschutz kommt im wahrsten Sinn des Wortes unter die Räder. Auch dem Wirtschaftsstandort Österreich schadet der fehlende Klimaschutz im Verkehr", erklärte Rauh. (apa)

30.3.2004 10:52