5 Jahre Virus-Ära: Elektronische Angreifer feiern Jubiläum!
- 1999 tauchte mit "Melissa" der erste große Wurm auf
- An der Machart der Viren hat sich kaum etwas geändert
5 Jahre im Zeitalter des Computer-Virus: Am 26. März 1999 tauchte mit "Melissa" einer der ersten ganz grossen, weit verbreiteten Wurm-Viren im Internet auf und infizierte Millionen von Rechnern. Unwissende Nutzer klickten sorglos Mail-Attachments an, die pornografisches Material erster Klasse versprachen, und verteilten damit weitere Mails mit Viren. Die Folge war der Zusammenbruch zahlreicher Netze. An der Machart der elektronischen Angreifer hat sich in den vergangenen fünf Jahren seit dem Auftauchen von "Melissa" nicht allzu viel verändert.
Dank dem Pionier unter den Mega-Würmern konnten die Anti-Viren-Firmen ihre Existenz voll und ganz rechtfertigen. "Melissa" beschäftigte damals sogar das FBI, das sich zu diesem Zeitpunkt erstmals auf die Fersen eines Viren-Programmierers heftete. Innerhalb weniger Tage war der Urheber David Smith auch schon geschnappt und wurde nach einem Geständnis schließlich zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt.
Aber nicht alle Programmierer von Großangriffen mussten für ihre Taten hinter Gittern. Onel de Guzman etwa, der Autor des "Love Bug", ging straffrei aus, da sein Heimatland zum damaligen Zeitpunkt noch keine Gesetze gegen Internet-Verbrechen hatte. (red)
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