Wirtschaft: Wifo senkt BIP-Prognose 2004 auf 1,5 Prozent
- Erst 2005 dann 2,125 Prozent Wachstum
- Anstieg der Arbeitslosenrate auf 7,2 Prozent!
Das Wirtschafts-Forschungsinstitut dämpft die Hoffnungen auf einen markanten Konjunktur-Aufschwung. "Die Erholung droht ins Stocken zu geraten", schreibt das Wifo in seiner Freitag ausgestellten Konjunktur-Prognose 2004/05. Gleichzeitig nimmt das Wifo auch die Wachstumsprognose zurück und erwartet nur eine Steigerung um 0,2 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent.
Österreichische und internationale Konjunkturtests hätten ergeben, dass das Geschäftsklima in der Produktionswirtschaft nach einer kurzen Belebung im zweiten Halbjahr 2003 in Deutschland und in Europa insgesamt wieder ungünstiger beurteilt werde.
Die schwache Binnenkonjunktur im Euro-Raum sei durch blockierte Kaufentscheidungen und Investitionen sowie gesamwirtschaftlich nachteiliges "Vorsichtssparen" gekennzeichnet.
IHS bleibt optimistischer
Das Institut für Höhere Studien (IHS) bleibt bei seiner optimistischeren Dezember-Prognose mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Österreich um 2,1 Prozent im Jahr 2004, was eine Verdreifachung des BIP-Wachstums von 2003 (0,7 Prozent) bedeuten würde.
Dabei setzt das Institut auf eine Fortsetzung der positiven Entwicklung der Weltwirtschaft, von der auch Europa profitieren sollte. Allerdings seien die "Abwärtsrisken" seit der Dezember-Prognose insbesondere für Europa deutlich größer geworden.
Düstere Arbeitsmarkt-Prognose
Für den Arbeitsmarkt rechnet das Wifo mit einem Anstieg der Arbeitslosenrate auf 7,2 Prozent für 2004 und 2005 (nach 7,0 Prozent 2003). Für das Wirtschaftswachstum 2005 in Österreich lautet die BIP-Wachstumsprognose des Wifo auf 2 1/4 Prozent.
(apa/red)
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