Vorarlberg: Boom bei Privatkonkursen

Einen dramatischen Anstieg der Privatkonkurse in Vorarlberg meldete der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) am Mittwoch. Die Zahl dieser Schuldenregulierungsverfahren stieg von 64 im ersten Quartal 2003 auf 125 in den ersten drei Monaten 2004. Die geschätzten Verbindlichkeiten nahmen dabei von rund 8,6 Mio. Euro im Vorjahr auf nahezu rund 16 Mio. Euro zu. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen hat sich mit 25 auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Die geschätzten Passiva gingen von rund 22,4 Mio. Euro im Vorjahr auf rund zehn Mio. Euro zurück.
Insgesamt 50 Unternehmen gingen in den ersten drei Monaten des Jahres 2004 laut KSV in Vorarlberg pleite. Beim Landesgericht Feldkirch wurden 25 (2003: 26) Insolvenzverfahren mit geschätzten Passiva von rund zehn Mio. Euro (2003: 22,4) eröffnet, davon ein Ausgleichsverfahren und 24 Konkursverfahren. Weitere 25 Konkursanträge wurden mangels hinreichenden Vermögens abgewiesen (2003: 16). Den starken Rückgang der geschätzten Passiva von rund 22,4 Mio. Euro im Vorjahr auf nunmehr rund zehn Mio. Euro führt der KSV darauf zurück, dass es 2004 bisher keine Großpleite gegeben hat.
Insgesamt 137 Privatkonkurse wurden beantragt, zwölf Anträge auf Eröffnung des Privatkonkurses wurden von den Gerichten abgewiesen. Mit dieser Quartalszahl an Privatkonkursen nimmt Vorarlberg laut KSV derzeit in der Bundesländerreihung den 4. Platz nach Wien, Oberösterreich und Tirol ein und überholt Bundesländer wie Niederösterreich, Kärnten und die Steiermark.
(apa)
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