Mittwoch, 31. März 2004

Neue ÖBB-Aufsichtsräte: Vizekanzler Gorbach nominiert Niki Lauda!

  • Wienerberger-Chef Wolfgang Reithofer wird Präsident
  • Einigung im AUA-Tarifkonflikt: Zusammenarbeit mit Lauda Air!

Überraschung bei der Bestellung der neuen Aufsichtsräte für die künftige ÖBB-Holding: Der frühere Formel 1-Weltmeister und Airline-Besitzer Niki Lauda steht auf der von Vizekanzler und Verkehrsminister Hubert Gorbach (F) am Mittwoch veröffentlichten Liste. Präsident des Kontrollgremiums wird, wie erwartet, der Wienerberger-Chef und bisherige stellvertretende ÖBB-Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Reithofer. Insgesamt wird der Aufsichtsrat von zwölf auf zehn Kapitalvertreter verkleinert.

"Der Aufsichtsrat der ÖBB neu besticht mit Kompetenz und Veränderungsbereitschaft, was eine wesentliche Voraussetzung zur optimalen Umsetzung der ÖBB-Reform ist", so Gorbach zur Bestellung des Aufsichtsrates.

Nach wochenlangen intensiven Gesprächen gab Gorbach am Mittwoch bekannt, wer auf Seiten des Eigentümervertreters im Aufsichtsrat der ÖBB sitzt und damit für die Umsetzung der ÖBB-Reform verantwortlich ist. Die Mitglieder des neuen Aufsichtsrates sind eine Mischung aus Wirtschaft, Finanz, Unternehmensberatern, Juristen und erfolgreichen Unternehmern. Beamte oder Mitglieder eines Kabinetts sind im neuen Aufsichtsrat nicht vertreten und somit beschreitet Gorbach nun einen neuen Weg. "Die Umsetzung der ÖBB-Reform ist eine große verkehrspolitische Aufgabe. Es ist uns gelungen, ein Top-Experten-Team für die Umsetzung der ÖBB-Reform zu gewinnen, dass Erfahrungen und die entsprechende Ausbildung im Bereich Konzernführung, Verkehrswesen und Logistik aufweist. Damit haben wir fristgerecht einen wichtigen Schritt zur optimalen Realisierung der Reform gesetzt", so Gorbach.

"Der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates und damit der Wahl des Vorsitzes des Aufsichtsrates in der 2. April-Hälfte steht damit nichts mehr im Wege", so Gorbach. Auch geht er davon aus, dass der Aufsichtsrat rasch einen Holding-Vorstand bestellen wird und in weitere Folge die Vertreter der Tochtergesellschaften. (apa/red)

31.3.2004 12:13