0:4-Pleite gegen GAK: Rapid verabschiedet sich aus dem Titelkampf!
- "Ein bitterer Tag": Hickersberger zeigt sich verzweifelt
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Rapid orientiert sich nach der 0:4-Pleite gegen den GAK nun am dritten Rang. "Die letzten Chance Anschluss nach vorne zu finden ist vertan" resümiert Coach Hickersberger den "bitteren Tag". Mattersburg feiert drei "extrem wichtige Punkte" und Kärnten ist trotz des Punkts gegen Pasching nicht zufrieden. "Wir sind zu emotionslos ins Spiel gegangen" ärgert sich Peter Pacult.
Kopfschütteln, ironisches Lächeln und Fassungslosigkeit. Rapid-Trainer Josef Hickersberger konnte die deutliche 0:4-Heimniederlage trotz klarer Feldüberlegenheit gegen den GAK ebenso wenig fassen wie die Zuschauer im Hanappi-Stadion: "Ein bitterer Tag. Die letzte Chance, vorne Anschluss zu finden, ist verloren."
Die eiskalt agierenden Grazer wurden hingegen für ihre "Beton-Taktik" belohnt und bleiben im Frühjahr weiter ungeschlagen. "Es ist noch ein sehr weiter Weg bis zur Meisterschaft. Aber wir haben einen wichtigen Schritt gesetzt, damit es bis zum Schluss spannend bleibt", resümierte Walter Schachner.
Elf Punkte Rückstand
Einen verrückten Nachmittag erlebten 15.200 Fans in Wien-Hütteldorf. Rapid machte das Spiel, der GAK die Tore. Mario Bazina (15.), Samir Muratovic (58.), Mario Tokic (79./Elfmeter) und Libor Sionko (91.) besiegelten die grün-weiße Heimserie ohne Niederlage und zerstörten zugleich die letzten Titelträume der Hausherren. Elf Punkte Rückstand (das Nachtragsspiel gegen den FC Kärnten steht noch aus) sind dafür zu viel, das ist nun auch dem Rapid-Coach klar: "Die Zielsetzung muss heißen, mit Pasching um den dritten Platz zu kämpfen - alles andere ist ad acta gelegt."
Dabei hatte der Ex-Teamchef im Vorfeld der Begegnung noch angekündigt, dass es in nächster Zeit einen Rapid-Gegner "fürchterlich erwischen" werde. Es erwischte jedoch die aus allen Wolken fallenden Gastgeber, die ein Déjà-vu erlebten: Zuletzt gab es am 5. August 2001 mit einem 0:4 gegen den GAK eine solche Heimpleite.
Sogar Schachner perplex
Selbst Ex-Italien-Legionär Schachner, der erfolgreich zum catenaccio gegriffen hatte, war perplex: "Im Fußball gibt es solche Spiele immer wieder." Die extreme Defensive mit bis zu neun Mann am eigenen Strafraum war nach Video-Studium der 1:2-Niederlage in der Herbstsaison bewusst gewählt worden. Dem Finish im Titelkampf blickt der Ex-Austria-Coach gelassen entgegen: "Ein kleiner Vorteil für uns ist, dass wir ohne Druck spielen. Wir müssen nicht Meister werden."
Kühbauer: "Extrem wichtige Punkte"
Der zweite Samstag-Sieger neben dem GAK war der SV Mattersburg. Didi Kühbauer, der im Pappelstadion einen Tag vor seinem 33. Geburtstag beide Treffer erzielt hatte, stellte zufrieden fest: "Das waren extrem wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg." Während Werner Gregoritsch bei den Burgenländern den "unbedingten Willen" spürte, war Salzburgs Sportchef Peter Assion auf seine Spieler schlecht zu sprechen: "Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Diese Leistung muss Konsequenzen nach sich ziehen."
Zellhofer mit Kärnten-Bilanz unzufrieden
Der FC Kärnten rückte Salzburg zwar näher, aber Peter Pacult war nach dem erneut spät fixierten Remis gegen Pasching nicht ganz glücklich: "Wir sind zu emotionslos ins Spiel gegangen, da hatten wir uns viel mehr vorgenommen." Bei den Oberösterreichern zog Georg Zellhofer unzufrieden Bilanz: "Sechs Punkte waren aus den zwei Spielen gegen Kärnten geplant, zwei sind es geworden. Das ist zu wenig." Wenn die Klagenfurter weiter auf den Klassenerhalt hoffen wollen, dann dürfen sie wohl am Mittwoch im Schlüsselspiel beim SV Salzburg auf keinen Fall verlieren.
Ebenfalls zwei Mal Remis trennten sich Bregenz und die Admira. Nach dem 0:0 in der Südstadt gab es ein 2:2 am Bodensee. "Nach dem miserablen ersten Spiel haben heute beide Mannschaften viel riskiert. Das war Werbung für den Fußball", resümierte Admira-Kapitän Michael Hatz. Bregenz-Coach Regi van Acker sah es ähnlich: "Es war ein sehr gutes Spiel, aber wir haben zu viele Chancen vergeben."
(apa/red)
