Donnerstag, 1. April 2004

Seriensieger: Michael Schumacher gewinnt auch den GP von Bahrain!

  • Barrichello 2., Button 3., Klien als 14. erneut im Ziel
  • PLUS: Die besten Bilder des Wüsten-Rennens!

Hattrick" für Michael Schumacher. Der Weltmeister hat auch den Formel-1-Grand-Prix von Bahrain und damit die ersten drei Saisonrennen gewonnen und führt nach seinem 73. GP-Sieg in der WM mit dem Punktemaximum von 30 Zählern. Der Deutsche gewann nach einer souveränen Fahrt 1,367 Sekunden vor seinem brasilianischen Teamkollegen Rubens Barichello, womit es wie schon beim Saisonauftakt in Australien einen Ferrari-Doppelsieg gab. Dritter wurde wie in Malaysia der Brite Jenson Button im BAR-Honda. Und den Fans droht heuer wieder einmal die "Formel gähn"!

Schumacher hat mit seinem 73. GP-Sieg damit endgültig alle Prognosen und Hoffnungen der ehrgeizigen Konkurrenz über den Haufen geworfen. Auch im ersten Wüsten-Grand-Prix auf dem 5,417 km langen Bahrain International Circuit lieferte er aus der Pole-Position ein perfektes Rennen ab.

Der 35-Jährige verteidigte seine Führung vor Barrichello und Juan Pablo Montoya problemlos, absolvierte drei problemlose Boxenstopps und bremste sich erst im Finish ein, weshalb sein Vorsprung auf den Brasilianer letztlich nur 1,3 Sekunden betrug. A propos Barrichello. Der muss nach einer Kollision mit Trulli in der Boxengasse 10.000 Dollar Strafe zahlen.

"Wir wollten die Positionen aus dem Training ins Ziel bringen, deshalb ist dies ein perfektes Resultat. Ein Traum-Ergebnis", schwelgte Schumacher nach seinem neuerlichen Triumph und Rosenwasser-Dusche in Superlativen. "Es war freilich ein hartes Stück Arbeit, aber letztlich ein großer Schritt vorwärts in der Weltmeisterschaft, weil die Konkurrenz nicht optimal gepunktet hat."

BAR entwickelt sich zum ersten Ferrari-Jäger
Wie wahr. Denn während der sechsfache Champion in Training und Rennen noch ungeschlagen ist und mit dem Punktemaximum von 30 Zählern vor Barrichello (21) und Button (15), der wie BAR-Teamkollege Takuma Sato (5.) erneut ein tolles Rennen fuhr, die WM anführt, patzten die vermeintlichen Herausforderer fürchterlich. Neben Ferrari und BAR brachte noch Renault mit Trulli (4.) und Alonso (6.) beide Autos in die Punkteränge, von den "Großen" kam dagegen lediglich Williams-BMW-Pilot Ralf Schumacher als Siebenter in die Zähler.

Der Weltmeister-Bruder verspielte eine bessere Platzierung schon in der Anfangsphase mit einer dummen Kollision gegen Sato und profitierte am Ende vom Pech seines Teamkollegen Montoya, der bis neun Runden vor Schluss auf Rang drei lag, dann aber mit kaputtem BMW-Motor auf Platz 13 durchgereicht wurde. Und während Ferrari weiter in einer eigenen Liga fährt und seit Monza des vergangenen Jahres ungeschlagen ist, kassierten die krisengeschüttelten McLaren-Mercedes das nächste Debakel.

Räikkönen und Coulthard ausgeschieden
Trotz aller Befürchtungen kamen nur drei Autos bei "moderaten" 30 Grad Lufttemperatur und Regentropfen nicht ins Ziel, zwei davon waren "Silberpfeile".

Der Motor des vom letzten Platz gestarteten Kimi Räikkönen ging schon in der siebente Runde in genau jenem Moment in Flammen auf, als er von Klien überholt wurde. Es war der dritte Ausfall für den finnischen Vizeweltmeister. David Coulthard fiel im Finish aus und machte das Doppel-Out perfekt.
(apa)

1.4.2004 15:05
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