Dienstag, 30. März 2004

Jetzt bestätigt: Peter Rzehak beendet die Ski-Karriere

  • Tiroler wechselt in Firma von ÖSV-Chef Schröcksnadel

Peter Rzehak hat am Dienstag wie erwartet das Ende seiner Karriere als alpiner Skirennläufer erklärt. "Es hat sich in diesem Winter schon abgezeichnet, dass ich aufhöre. Leistungsmäßig war ich zwar noch dabei, doch nach meiner Arthroskopie Mitte Februar hat mir Dr. Christian Fink das Karriereende nahe gelegt", sagte der 34-jährige Tiroler auf seiner Abschiedspressekonferenz in Innsbruck.

Insgesamt fünf Mal landete der Familienvater auf dem Weltcup-Podest, neben seinen zweiten Rängen in den Abfahrten von Garmisch 1993, Wengen 1995, Kitzbühel 1999 und Garmisch 2001 auch im Super G von Garmisch 1993. "Das tollste Rennen war für mich sicher Kitzbühel 1999", erinnert sich Rzehak gern an jenen Tag auf der Streif, an dem er nur von seinem steirischen Teamkollegen Hans Knauß bezwungen worden war.

Doch nicht nur sportlich hat der Mauracher, der 15 Jahre lang Top- Ten-Plätze herausgefahren hat, Stärke demonstriert, sondern auch bei seinen zahlreichen Comeback-Versuchen. Insgesamt vier Mal erlitt der "ÖSV-Pechvogel" schwere Knieverletzungen, drei Mal riss das Kreuzband (1992, 1993 und 2000), ein Mal die Patellarsehne (1996), dazu kamen noch ein Daumenbruch (Dezember 1989), sowie eine Schulterluxation im Jänner 1999.

"Peter war bei uns nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch sehr beliebt. Er hat ein unglaublich großes Kämpferherz. Nach den schweren Verletzungen hat er es immer wieder geschafft, sich an die Spitze zurückzukämpfen. Für mich ist er deshalb ein ganz Großer", meinte ÖSV-Alpinchef Heinz Pum in seiner Laudatio.

Rzehak wird nun in der Firma Sitour von ÖSV-Präsident Schröcksnadel mitarbeiten. "Da kann ich endlich zeigen, dass ich noch was anderes als Skifahren kann. Aber ich werde daneben sicher die Skilehrer- und Trainerausbildung machen."

(apa)

30.3.2004 14:19