Donnerstag, 1. April 2004

Roma gerettet: Italienische Bank springt in die Bresche

  • Champions-League-Lizenz für maroden Klub gesichert

Eine Finanzspritze der italienischen Bank Capitalia rettet AS Roma vor der Pleite und sichert dem italienischen Erstligisten die Lizenz für die Champions League. Durch das Engagement der römischen Bank kann der Tabellenzweite der Serie A seinen Sanierungskurs fortführen. Präsident Franco Sensi bürgt mit einem Teil seines Privatvermögens für den mit rund 300 Mio Euro hoch verschuldeten Verein.

Capitalia erließ Roma eine Kreditschuld in Höhe von 35 Millionen Euro und erhielt dafür im Gegenzug 49 Prozent der Aktien von Sensis Ölfirma Italpetroli. Außerdem könne Sensis Finanzholding Roma 2000 dank der Banken-Intervention rund 75 Millionen Euro Schulden für die Römer begleichen, berichtete die "La Gazzetta dello Sport" am Donnerstag.

Die vorläufige Rettung des Traditionsklubs löste in Rom Jubel aus. "Ich hatte nie Zweifel, dass Präsident Sensi alles in Ordnung bringen wird", sagte Kapitän Francesco Totti. Roms Bürgermeister Walter Veltroni lobte das persönliche Engagement von Sensi. "Die Unsicherheit ist überwunden, dank Sensi und Capitalia. Ich danke beiden."

Nach der Finanzspritze von Capitalia konnte Roma am Mittwoch fristgerecht die geprüfte Bilanz der vergangenen Saison und die Lizenz-Unterlagen für den italienischen und europäischen Fußballverband vorlegen. "Wir spielen auch in der nächsten Saison im Europacup", erklärte Romas Vorstandsmitglied Rosella Sensi am Donnerstag. Zuvor war der hoch verschuldete Verein noch kurz vor der Pleite gestanden.

(APA)

1.4.2004 16:43