50 Jahre danach: Schwere Doping-Vorwürfe gegen die deutschen "Helden von Bern"
- Deutsche Team-Kicker sollen 1954 gedopt haben
- DFB-Boss Meyer-Vorfelder empört

50 Jahre nach dem WM-Titel in der Schweiz tauchen wieder Gerüchte auf, die deutschen "Helden von Bern" seien gedopt gewesen. Der Ex-Teamarzt gibt zu: "Ich habe den Spielern Vitamin C injiziert, sonst nichts."
Prof. Franz Loogen (84) steht dazu seinen Spielern Spritzen verabreicht zu haben. "Das sollte die Ausdauer fördern. Man kann keinen Effekt messen, aber die Spieler glaubten daran."
"Habe kein schlechtes Gewissen"
Losgetreten hatte die ARD-Sendung "Report" die Spekulationen. Dort brach Walter Brönnimann, der ehemalige Platzwart des Berner Stadions sein Schweigen. "Ich habe nach dem Finale leere Ampullen unter Wasserablaufgittern gefunden. Er übergab die Ampullen der Schweizer Lebensmittelfirma Wander und wurde um Stillschweigen ersucht.
Horst Schäfer, beim Wunder von Bern Linksaußen der deutschen Mannschaft ist enttäuscht von den Doping-Vorwürfen. "Ich habe kein schlechtes Gewissen, die Aufbaupräparate sollten uns Spieler frisch halten. Schade, dass man so ein Thema nach so langer Zeit aufgreift und damit möglicherweise eine großartige Leistung kleinredet."
Gekommen ist die Spritzen-Idee übrigens von einem Spieler selbst. Helmut Rahn, Schütze des Titel bringenden Tores, hatte die Idee von einer Südamerika-Reise mitgebracht.
Mysteriöser Tod von zwei Spielern
Ganz ungefährlich scheinen diese Injektionen aber entgegen der heutigen Behauptungen aber nicht gewesen zu sein. Einige Spieler bekamen drei Monate nach dem Finale Gelbsucht, einer - Max Morlock - sogar Schwarzsucht. Viele Spieler mussten zur Kur.
Mysteriös bleibt bis heute der Tod von Walter Liebrich und Richard Herrmann. Beide starben an Leberzirrhose, obwohl Herrmann zum Beispiel nie Alkohol getrunken hat. Trainer Sepp Herberger bedachte in seinem Testament sogar die beiden Söhne Herrmanns...
DFB-Präsident Gerhard Meyer-Vorfelder reagierte auf die Vorwürfe empört. "Man kann kein Juibläum feiern, ohne dass negative Sachen ausgegraben werden. Ich gehe davon aus, dass alles rechtens war.
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