Vorteil Wien: Damen-Tennis-Turnier so gut besetzt wie noch nie zuvor!
- Schett nicht dabei, Wild-Card für Babsi Schwartz
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Der Wien Energie Tennis Grand Prix wartet heuer mit der besten Besetzung der Turniergeschichte auf. Der 170.000 Dollar Event, der vor kurzem nach der Termin-Übernahme des WTA-Turniers in Madrid um drei Wochen nach vor gerückt ist lockt mit vier Spielerinnen aus den Top 20.
Zeitgleich mit dem ATP-Turnier in St. Pölten vom 15. bis 22. Mai (als Generalprobe für die French Open), schlägt Chanda Rubin - Nummer neun der Welt - als vorläufige Nummer eins auf. Dazu kommen sieben Damen die zur Zeit unter den Top 30 rangieren.
Reichel hofft auf weitere Stars
"Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Ich hoffe, dass noch die eine oder andere Topspielerin dazu kommt", bemerkte dazu Peter-Michael Reichel bei einer Pressekonferenz am Dienstagabend in Wien.
Der eben erst aus Miami zurück gekehrte Veranstalter, nach dessen Angaben in den nächsten Jahren im Damentennis wesentliche Veränderungen (Punkte-System, Preisgeld etc.) geplant sind, erwähnte in diesem Zusammenhang die US-Stars Venus Williams ("Bei ihr weiß man allerdings nie woran man ist") und Jennifer Capriati sowie die Slowakin Daniela Hantuchova, von denen eventuell eine auf der Hohen Warte aufkreuzen könnte.
Wild-Card für Babsi Schwartz
Da Barbara Schett heuer mit Ausnahme des Fed Cups in Österreich nicht auftreten will, wurde die erste Wild Card an Barbara Schwartz vergeben. Die Niederösterreicherin, die nach ihren ersten Übersee-Auftritten wegen ihrer einjährigen Verletzungspause mit drei Handgelenks-Operationen Miami ausgelassen hat ("Das war die richtige Entscheidung"), nützte diese Pause zu einer weiteren Therapie und gutem Training ("Mir geht es jetzt wieder sehr gut") und bricht kommenden Freitag zu den ersten Sandturnieren in Casablanca und Estoril auf.
Schwartz, die auch in Zukunft maximal zwei, drei Turniere in Folge bestreiten und dann wieder eine Therapie einlegen wird, hofft beim Fed-Cup in St. Pölten gegen die Slowakei (24./25.4.) wieder in Topform zu sein.
"Barbara hat den Eindruck gewonnen, dass sie vom Publikum nicht so getragen wird, wie sie sich das vorstellt." Mit diesen Worten erklärte Reichel Schetts heurige Österreich-Absenz bei WTA-Turnieren. Die Tirolerin wird sich in der Woche des Wien-Turniers in Straßburg für Roland Garros einschlagen. Eine zweite Wild Card auf der Hohen Warte ist für Sybille Bammer oder Patricia Wartusch vorgesehen.
Kein Nachteil durch Termin-Kollision
Obwohl das Wiener Damen-Turnier zeitgleich mit St. Pölten ausgetragen wird, erblickt Reichel darin keinen Nachteil. "Es gibt keinen besseren Termin. Da es in dieser Woche kein großes Damen-Turnier gibt, haben wir praktisch keine Konkurrenz", sagte der Oberösterreicher, der mit Roland Leitgeb bereits ein kurzes Gespräch über eine eventuelle Kooperation Damen/Herren in den nächsten Jahren geführt hat. Zuerst muss allerdings der heuer auslaufende St. Pölten-Vertrag verlängert werden, ehe konkret über verschiedene Ideen (Damen und Herren gemeinsam, alternierend in Wien und St. Pölten?) diskutiert werden kann.
Chanda Rubin (USA-9), Wera Zwonarewa (RUS-12), Vorjahressiegerin Paola Suarez (ARG-13) und Anna Smashnova-Pistolesi (ISR-19), die den Wien-GP 2002 gewonnen hat, sind die vier aktuellen Top 20-Spielerinnen auf der Hohen Warte. Der Cut Off ist mit 71 so niedrig wie noch nie zuvor.
Derzeit hätte die Gesetztenliste folgendes Aussehen:
1 Chanda Rubin (USA-9)
2 Wera Zwonarewa (RUS-12)
3 Paola Suarez (ARG-13)
4 Anna Smashnova-Pistolesi (ISR-19)
5. Magui Serna (ESP-26)
6 Lisa Raymond (USA-28)
7 Alicia Molik (AUS-30)
8 Maria Vento-Kabchi (VEN-39)
(apa/red)
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