Duell um die Hofburg: Fischer und Ferrero als einzige Starter!
- Kein weiterer Bewerber konnte 6.000 Unterstützungserklärungen einreichen
- Wabl kam 1.174 Unterschriften, Pöltl gar nur auf 169
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Das Rennen um die Hofburg ist - erstmals seit 1974 - ein Zweikampf. Die mehr als sechs Millionen Wahlberechtigten werden am 25. April die Wahl zwischen den Kandidaten der beiden Großparteien, Benita Ferrero-Waldner (V) und Heinz Fischer (S), haben. Weit von den nötigen 6.000 Unterstützungen entfernt blieben die zwei Kandidatur-Willigen, die persönlich im Innenministerium ihre Wahlvorschläge abgegeben haben.
Der oststeirische Richter Martin Wabl kam insgesamt auf 1.174 Unterschriften, der steirische Sexhotline-Besitzer Wolfgang Pöltl auf 169.
Die Frist für die "Verbesserung der Wahlvorschläge", die bisher nicht ausreichend unterstützt waren, ist Mittwoch um 00.00 Uhr zu Ende gegangen. "Für keinen der Wahlvorschläge wurden Unterstützungserklärungen in einem Ausmaß nachgereicht, das für eine Gültigkeit des Wahlvorschlages ausgereicht hätte", berichtete der Leiter der Wahlabteilung, Robert Stein, in einer Aussendung.
Wabl gab zu seinen 871 Unterstützungserklärungen vom Freitag Dienstag noch 303 weitere ab. Der steirische Sexhotline-Besitzer Wolfgang Pöltl nützte die Nachfrist nicht. Er hatte am Freitag nur 169 Unterstützungserklärungen im Innenministerium abgeliefert - und gegenüber der APA erklärt, er wolle weitere nicht abgeben, weil er sie als Beweismittel vor Gericht für seine Anzeige gegen die Kandidaten Ferrero-Waldner und Fischer brauche.
6 Millionen Österreicher entscheiden
Die Entscheidung, wer das achte Staatsoberhaupt der Zweiten Republik wird, treffen 6,026.774 wahlberechtigte Österreicher. Das neue Staatsoberhaupt wird für seine sechsjährige Funktionsperiode am 8. Juli angelobt. An diesem Tag endet die zweite Amtsperiode von Bundespräsident Thomas Klestil. Er konnte nicht neuerlich kandidieren: Ein Bewerber darf nur bei zwei aufeinander folgenden Wahlgängen antreten.
Klestil war in seiner zweiten Periode ein parteiunabhängiger Bundespräsident (bei seiner ersten Wahl 1992, hatte ihn die ÖVP aufgestellt). Ferrero und Fischer sind Parteikandidaten; ihre Bewerbungen wurden in den Parteigremien beschlossen. Fischer, der u.a. Mitglied des Bundesparteivorstandes und stellvertretender Parteivorsitzender war, hat seine Parteifunktionen am 10. März zu Beginn des Intensivwahlkampfes zurückgelegt.
Ferrero auf Stimmzettel vor Fischer
In der Sitzung der Bundeswahlbehörde am Mittwoch werden die Kandidaturen formell fixiert, so dass in Kürze die Stimmzettel gedruckt werden können. Auf dem Stimmzettel werden die beiden Kandidaten alphabetisch gereiht - also wird Ferrero-Waldner vor Fischer stehen.
Nachdem nur Ferrero und Fischer die Vorgaben erreichen konnten, wird dieser Wahlkampf seit 1973 der erste Zweikampf um das höchste Amt im Staat sein. (apa/red)
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