Dienstag, 30. März 2004

Gusenbauer: FP-SP in Kärnten schadet Fischer nicht!

  • SP-Vorsitzender: "Die Meinungsforscher sollen bei ihren Daten bleiben"
  • MITSTIMMEN: Sind Sie für eine rot-blaue Koalition im Bund?

SP-Vorsitzender Alfred Gusenbauer glaubt nicht, dass die Diskussion um die blau-rote Zusammenarbeit in Kärnten die Chancen Heinz Fischers bei der Bundespräsidentenwahl schmälern könnte. Entsprechende Aussagen des Meinungsforschers Peter Ulram (Fessel-GfK) sind für ihn nicht nachvollziehbar: "Nicht alle Meinungsforscher sind Meinungsforscher. Manche erforschen vor allem ihre eigene Meinung." An der Zustimmung zu Heinz Fischer habe sich in den letzten Wochen nichts geändert.

Auch ein Aufholprozess von VP-Präsidentschaftskandidatin Benita-Ferrero-Waldner zeichne sich empirisch nicht ab, meinte Gusenbauer in einer Pressekonferenz am Dienstag: "Die Meinungsforscher sollen bei ihren Daten bleiben."

Gertraud Knoll, Leiterin der SP-Zukunftswerkstätte, bekräftigte bei der gemeinsamen Pressekonferenz ihre Kritik an Blau-Rot in Kärnten: "Ich habe mit Kärnten keine Freude gehabt, ich habe die Bildoptik schlimm gefunden." Am Wochenende hatte Knoll im Zusammenhang mit den internen Debatten über die Klagenfurter Koalition von einem "Kommunikationsproblem" der SPÖ gesprochen. Das angekündigte Gespräch mit Gusenbauer zu diesem Thema habe sie bereits geführt, so Knoll. Nun sei dazu alles gesagt. (apa)

30.3.2004 11:49