Fingerabdruck-Pflicht: Auch für Österreicher in USA fix
- Ab 30. September werden alle Österreicher fotografiert
- Auch Deutschland, Schweiz, Australien, Italien betroffen
Die USA werden ab Herbst von allen österreichischen Besuchern bei der Einreise Fingerabdrücke nehmen und sie fotografieren. Das bestehende Programm zur Identitätsfeststellung "US-VISIT", das seit Jahresanfang für Einreisende aus Österreich mit Visum (Arbeitsvisum, Journalistenvisum, etc.) gilt, wird mit Wirkung vom 30. September auf alle Einreisenden ausgedehnt.
Das heißt dass österreichische Touristen und Geschäftsreisende zwar weiterhin für eine Frist von bis zu 90 Tagen ohne Visum in die USA einreisen können, dort jedoch am Flughafen biometrisch erfasst werden. Die Fingerabdrücke beider Zeigefinger werden eingescannt, der Grenzbeamte macht ein Porträtfoto.
Die neue Regelung erfasst alle 27 Länder des "Visa-Waiver"- Programms, also neben Österreich auch etwa Deutschland, Italien, die Schweiz und Australien. Im Gegenzug ist die US-Regierung an den Kongress herangetreten, die für 26. Oktober vorgesehene Deadline für die Visa-Waiver-Staaten in neue Pässe biometrische Merkmale aufzunehmen, um zwei Jahre zu verschieben, erläuterte der Staatssekretär im Heimatsschutzministerium, Hutchinson, am Freitag in Washington.
Die biometrischen Daten werden von den USA gespeichert und mit Datenbanken über Kriminelle und Terroristen abgeglichen. Bei einer möglichen weiteren Einreise des Reisenden müssen die neün Fingerabdrücke den alten entsprechen. Die Fehlerquote des Systems liege bei "weniger als einem Zehntel Prozent", betonte der Staatssekretär. Ab Herbst werden dann alle in die USA Einreisenden aus allen Staaten der Welt biometrisch erfasst, entweder an der Grenze oder bereits im Visaausstellungsprozess. Ausgenommen sind lediglich Kanadier, Mexikaner mit Erlaubnis zum Grenzübertritt und Diplomaten.
(apa)
