Sturm auf den Tempelberg: Israelische Polizisten besetzen Al-Aksa-Moschee
- 20 Verletzte bei Polizeieinsatz. Beamte verwendeten Schockgranaten und Gummigeschosse.
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Nachdem palästinensische Jugendliche mit Steinen auf jüdische Gläubige losgingen, besetzten israelische Beamte das Heiligtum der Muslime, die Al-Aksa-Moschee. Bei Zusammenstößen zwischen Polizisten und Palästinensern nach dem islamischen Freitagsgebet habe es etwa 20 Verletzte gegeben, berichteten Augenzeugen. Besucher der Moschee hätten Steine geworfen. Die Polizei habe Schockgranaten und und Gummigeschosse gefeuert.
Außerdem hat die israelische Polizei Tränengas eingesetzt. Die Beamten schossen mit dem Gas auf hunderte palästinensische Demonstranten, die sich in der Al-Aksa-Moschee verschanzt hatten. Palästinenser sagten, der Polizeieinsatz habe umgehend nach dem Gebet begonnen.
Dagegen berichtete der israelische Rundfunk, der Polizeieinsatz sei eine Reaktion auf Steinwürfe auf den Platz vor der Klagemauer gewesen. "Hunderte Palästinenser haben danach die Polizei mit Steinen beworfen", sagte ein Polizeisprecher. Die Zusammenstöße dauerten am Nachmittag an. Polizisten versuchten, die Palästinenser gewaltsam abzudrängen. Sie versperrten den weiteren Zugang zu dem Gelände. Prediger riefen die muslimischen Gläubigen zur Ruhe auf.
Das Heiligtum der Juden, die Klagemauer, grenzt unmittelbar an die Moschee. (APA/Red.)
