Raubbau an der Natur: Schleichende Zunahme von Umweltkatastrophen
- UNO nennt Hitzewelle im Sommer 2003 als Beispiel
- Zunehmende Zahl an Sandstürmen in Asien
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Der anhaltende Raubbau an der Natur verstärkt nach Einschätzung der Vereinten Nationen die Gefahr globaler Umweltkatastrophen. Als ein Beispiel dafür wurde bei einer Ministerkonferenz des UN-Umweltprogramms in Südkorea die Hitzewelle im Sommer des vergangenen Jahres in Europa genannt.
Als weiters Beispiel wurde die zunehmende Zahl von Sandstürmen in der Mongolei und China erwähnt, die ganz Asien vor gesundheitliche und wirtschaftliche Probleme stelle. So werden selbst Seoul oder japanische Städte immer wieder mit "gelbem Staub" überzogen, der giftige Substanzen aus den Emissionen chinesischer Industriebetriebe enthält. Seit 1950 habe sich die Zahl der Sandstürme in Asien verfünffacht. Der dadurch verursachte wirtschaftliche Schaden wird mit 6,5 Milliarden Dollar im Jahr beziffert.
Allein die Wüste Gobi in China habe sich von 1994 bis 1999 um 52.400 Quadratkilometer ausgeweitet, erklärten die UNEP-Fachleute. Extensive Landwirtschaft, Überweidung, Rodungen und langfristige Klimaeinflüsse haben dazu geführt, dass 30 Prozent des chinesischen Territoriums zu Dürregebieten geworden sind.
Als weitere Beispiele für die zunehmende Tendenz von Umweltkatastrophen nannte die UNEP die Überschwemmungen in China im Juli 2003, die Rekordzahl von Tornados in den USA und das erste Auftauchen eines Hurrikans im Südatlantik. Der von Stürmen und anderen Wettereinflüssen verursachte Schaden stieg im vergangenen Jahr nach UNEP-Zahlen erstmals auf mehr als 60 Milliarden Dollar.
