Kampf gegen Al-Kaida: Spanien verdoppelt Truppen in Afghanistan
- US-Truppen suchen in Region Khost nach El-Kaida-Kämpfern
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Der künftigen Regierung in Madrid wird ja wegen ihres Rückzugs aus dem Irak - ein Wahlversprechen, das eingehalten wird - ein Kniefall vor dem Terror vorgeworfen. Nun will Zapatero eine Verdopplung des spanischen Kontingents in Afghanistan auf 250 Soldaten. Der Kampf gegen den Terror geht weiter; nur eben nicht im Irak. Der Feldzug gegen Afghanistan ist überdies von der UNO sanktioniert, anders als die Besetzung des Irak.
Der scheidende Verteidigungsminister Federico Trillo habe die Entscheidung in der vergangenen Woche nach Konsultationen mit seinem sozialistischen Nachfolger Jose Bono getroffen, erklärte dessen Sprecher Jose Luis Fernandez am Montag. Die Soldaten sollen im August in Afghanistan eintreffen.
US-Truppen durchsuchten am Sonntag und Montag in der Region Khost an der Grenze zu Pakistan mehrere Dörfer. Ein Heeressprecher erklärte, die Soldaten suchten nach Waffen und befragten die Einwohner nach durchreisenden El-Kaida- oder Talibankämpfern. Die Gegend ist nicht weit von der pakistanischen Region Waziristan entfernt, wo Truppen des Nachbarlandes in den vergangenen Tagen eine Offensive gegen mutmaßliche El-Kaida-Kämpfer führten. Es wurde gemutmaßt, dass ranghohe Mitglieder der Terrororganisation ins Grenzgebiet zu Afghanistan entkamen. Der US-Sprecher sagte, die Suchaktion bei Khost könne bis zu zwei Wochen dauern.
(apa/red)
