Mindestens 46 Tote: Ausbruch ethnischer Gewalt im indischen Assam
- Erzbischof von Gauhati verurteilte Geschehnisse scharf
- Gefährdung des Friedensprozesses
Mindestens 46 Menschen sind einem Bericht der Kathpress vom Montag zufolge bei einem Ausbruch ethnischer Gewalt im indischen Bundesstaat Assam ums Leben gekommen. Erzbischof Thomas Menamparampil von Gauhati verurteilte die Gewalt scharf.
Die Kirche sei "zutiefst enttäuscht", dass "gewisse Elemente" den sich anbahnenden Frieden zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen torpedieren wollten, sagte der Erzbischof nach einer Meldung der asiatischen katholischen Nachrichtenagentur Ucanews.
Im Oktober starben 40 Menschen bei ethnischen Kämpfen in Assam. Ganze Dorfgemeinschaften flüchteten. Im November riefen die Regionalbehörden die Armee zu Hilfe. In den ethnischen Auseinandersetzungen werden auch immer wieder religiöse Spannungen zwischen Hindus, Christen und Animisten als Vorwand benutzt.
Religiöser Vorwand für Rassenhass
Nach Angaben der örtlichen Behörden geht es jedoch weniger um einen Religionskampf als um eine ethnische Auseinandersetzung.
Im ostindischen Assam kämpfen mehrere separatistische Gruppen gegen die indische Zentralregierung, darunter die linksgerichtete Rebellenbewegung "Vereinigten Befreiungsfront von Assam" (ULFA). Die Rebellen werfen der indischen Zentralregierung vor, die Ölvorkommen und Bodenschätze der Region auszubeuten.
(apa, red)
